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In Varna und Plovdiv verteuern sich Bestandsimmobilien, während Neubauobjekte günstiger werden

13 Juni , 2026  

Wie der Serbische Ökonom berichtet, hat sich auf dem Immobilienmarkt des Nachbarlandes Bulgarien ein ungewöhnliches Preisparadoxon gezeigt: In Varna und Plovdiv verteuern sich Bestandsimmobilien drastisch, während die Preise für Neubauobjekte gesunken sind.

Nach Angaben des Nationalen Statistikinstituts Bulgariens stiegen die Immobilienpreise im Land im vierten Quartal 2025 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12,6 %. Dabei kam der Anstieg im Vergleich zum dritten Quartal fast zum Stillstand und betrug nur noch 0,3 %.

Das größte Ungleichgewicht ist zwischen Neubauten und dem Bestandsmarkt zu beobachten. Landesweit verteuerten sich Bestandsimmobilien im Jahresvergleich um 15 %, Neubauten hingegen um 9 %.

In Varna war die Diskrepanz besonders ausgeprägt: Der Gesamtpreisindex stieg um 15,1 %, doch Neubauten verbilligten sich um 1 %, während Bestandsimmobilien um 23,4 % teurer wurden. In Plovdiv betrug der Gesamtanstieg 8,6 %, Neubauten wurden um 0,8 % günstiger, während der Bestand an Gebrauchtimmobilien um 16,8 % zulegte.

Der Grund für dieses Paradoxon ist der Mangel an bezugsfertigen Wohnungen. Käufer, die sofort eine Wohnung benötigen, wenden sich verstärkt dem Gebrauchtmarkt zu. Vor dem Hintergrund des begrenzten Angebots treibt dies die Preise für bezugsfertige Wohnungen in die Höhe. Neubauwohnungen sehen sich hingegen einer zurückhaltenderen Nachfrage, Erwartungen hinsichtlich der Fertigstellungstermine und Projektrisiken gegenüber.

Ein ähnlicher, wenn auch weniger ausgeprägter Unterschied ist auch in anderen Städten zu beobachten. In Sofia sind die Preise für Bestandswohnungen um 14 % gestiegen, die für Neubauten um 11,3 %. In Burgas stieg der Bestand an Bestandswohnungen um 17,6 %, der an Neubauten um 7,3 %. In Stara Zagora legten Bestandswohnungen um 23,3 % zu, Neubauten um 10,5 %.

Für Investoren und Käufer ist dies ein wichtiges Signal: Der bulgarische Markt bricht nicht ein, wird aber selektiver. Käufer sind bereit, für eine fertige Wohnung in guter Lage einen Aufpreis zu zahlen, stehen aber im Bau befindlichen Objekten bereits vorsichtiger gegenüber.

Für den Markt bedeutet dies einen Übergang von einem rasanten Wachstum zu einer ruhigeren Phase.

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