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KSG Agro hat eine Kraft-Wärme-Kopplungsanlage auf einem Schweinezuchtbetrieb in Betrieb genommen, um Energieunabhängigkeit zu erreichen

19 Februar , 2026  

Im Rahmen seiner Strategie zur Energieunabhängigkeit hat KSG Agro eine Kraft-Wärme-Kopplungsanlage (KWK) mit einer Leistung von 1,2 MW und 1 MW Wärme auf einem seiner Schweinezuchtbetriebe in Betrieb genommen, teilte die Pressestelle des Agrarkonzerns mit.

„Unter den Bedingungen eines umfassenden Krieges wird die Frage der Energieautarkie von einem strategischen Vorteil zu einer dringenden Notwendigkeit. Dies gilt insbesondere für Viehzuchtbetriebe in den Frontregionen. Die Schaffung eines eigenen Energiekomplexes ermöglicht es uns, die Kontinuität der Produktion und die Vorhersehbarkeit der Kosten zu gewährleisten“, zitierte die Pressestelle den Vorsitzenden des Verwaltungsrats von KSG Agro, Sergej Kasjanow.

Die installierten Anlagen des tschechischen Herstellers RSE decken den gesamten Energiebedarf im Herbst und Winter. Die Inbetriebnahme des KGU ist der erste Schritt zur Schaffung eines einheitlichen Energiekomplexes der Holding, zu dem auch eine Solaranlage (SES) und eine Anlage zur Speicherung von elektrischer Energie (USE) gehören werden.

Nach dem Plan des Unternehmens soll im Laufe des Jahres 2026 eine SES gebaut und alle Elemente in das EMS-Steuerungssystem (Energy Management System) integriert werden. Das Programm wird in Echtzeit die Energiequellen koordinieren und den Energieverbrauch optimieren.

Bis Ende des Jahres soll die Agrarholding vollständig mit eigener Strom- und Wärmeversorgung zu optimalen Preisen versorgt werden.

Die vertikal integrierte Holding KSG Agro ist in der Schweinezucht sowie in der Produktion, Lagerung, Verarbeitung und dem Verkauf von Getreide und Ölsaaten tätig. Ihr Landbesitz in den Regionen Dnipropetrowsk und Cherson umfasst etwa 21.000 Hektar.

Nach Angaben von KSG Agro gehört es zu den fünf besten Schweinefleischproduzenten in der Ukraine. Im Jahr 2023 begann der Agrarkonzern mit der Umsetzung einer „netzwerkzentrierten” Strategie, in deren Rahmen er von der Entwicklung eines großen Standorts zu einer Reihe kleinerer, in verschiedenen Regionen des Landes gelegener Schweinezuchtbetriebe übergehen wird.

KSG Agro erzielte von Januar bis September 2025 einen Betriebsgewinn von 5,96 Millionen US-Dollar und einen Bruttogewinn von 6,92 Millionen US-Dollar, was einem Anstieg von 68 % bzw. 31 % gegenüber dem gleichen Zeitraum des Jahres 2024 entspricht.

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