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Madrid führt strenge Beschränkungen für die kurzfristige Vermietung von Wohnraum ein

31 März , 2026  

Die Madrider Stadtverwaltung verschärft die Beschränkungen für die kurzfristige Vermietung von Wohnraum und setzt dabei darauf, Ferienwohnungen aus Wohngebäuden zu entfernen und einen Teil des Hotelangebots in Nichtwohngebiete und Industriegebiete der Stadt zu verlagern. Dies geht aus offiziellen Unterlagen des Stadtrats von Madrid zum RESIDE-Plan und den weiteren Beschlüssen zu dessen Umsetzung hervor.

Ausgangspunkt für die Änderungen war der RESIDE-Plan, der im November 2024 vom Rathaus vorgestellt und nach der Genehmigung durch die Regierung der Autonomen Gemeinschaft Madrid im August 2025 endgültig in Kraft gesetzt wurde. Der Plan verbietet die Einrichtung von Ferienwohnungen in Wohngebäuden im historischen Stadtzentrum, einschließlich der Erdgeschosse mit separatem Eingang, während er im übrigen Madrid solche Aktivitäten in Wohngebäuden nur zulässt, wenn das gesamte Gebäude dafür vorgesehen ist. Dabei werden Lizenzen für diese Art der Nutzung außerhalb des Zentrums für 15 Jahre erteilt; danach muss die Immobilie wieder zu Wohnzwecken genutzt werden.

Die Stadtverwaltung begründet die Verschärfung der Vorschriften mit dem Schutz des beständigen Wohnungsbestands. Nach Angaben des RESIDE-Plans selbst hat sich die Zahl der Ferienwohnungen in Madrid seit 2017 verdoppelt und 16.100 erreicht, während nur etwa 7 % dieser Objekte über eine legale Lizenz verfügten. Dabei konzentrieren sich 42 % aller Ferienwohnungen der Stadt auf das Zentrum.
Gleichzeitig begann die Madrider Stadtverwaltung, ein alternatives Modell für die Unterbringung von Touristen und Besuchern zu fördern. Am 5. März 2026 teilte der Stadtrat mit, dass er einen speziellen Plan ausarbeitet, der die Einrichtung von Aparthotels, Flex-Living-Einrichtungen und anderen Formaten für kurz- und mittelfristige Aufenthalte auf über 240 Grundstücken in acht Stadtbezirken ermöglicht, vorwiegend in Industriegebieten mit bereits etablierter gewerblicher Nutzung. Im Rathaus wird betont, dass das Ziel dieser Maßnahme darin besteht, den Touristenstrom zu dezentralisieren und die Kurzzeitunterbringung aus den traditionellen Wohnvierteln zu verlagern.

Auf diese Weise beschränkt Madrid nicht nur die Kurzzeitvermietung, sondern gestaltet das gesamte Modell der touristischen Unterbringung neu: Wohnraum in Wohngebäuden erhält einen strengeren Schutz, während neue Unterkunftsformate in Nichtwohngebiete und spezialisierte Standorte verlagert werden. Vor dem Hintergrund des Drucks, den der Tourismus auf den Wohnungsmarkt der spanischen Hauptstadt ausübt, erscheint diese Politik als eine der strengsten unter den großen europäischen Städten.

 

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