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Rumänien hat mit Rheinmetall Rüstungsaufträge im Wert von 5,7 Milliarden Euro abgeschlossen

4 Juni , 2026  

Rumänien hat mit dem deutschen Rüstungskonzern Rheinmetall ein Vertragspaket im Wert von 5,7 Milliarden Euro über die Lieferung von Kampffahrzeugen, Luftabwehrsystemen, Munition und Schiffen abgeschlossen, wie das Unternehmen mitteilte.
Rheinmetall bezeichnet dies als den größten internationalen Auftrag in seiner jüngeren Geschichte.

Das Paket umfasst 298 Lynx-Kampffahrzeuge, Skyranger-Luftabwehrsysteme, Mittelkalibermunition, Munitionskomponenten sowie vier Schiffe – zwei Offshore-Patrouillenschiffe und zwei Schiffe für Tauchereinsätze. Die Lieferungen sollen 2028 beginnen und 2030 abgeschlossen sein.

Der Deal hat für Rumänien nicht nur militärische, sondern auch industrielle Bedeutung. Rheinmetall plant, seine Kapazitäten im Land erheblich auszubauen und mehrere hundert Millionen Euro zu investieren. Mehr als 50 % der Produktion sollen in Rumänien oder in Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen erfolgen, und es ist geplant, mehr als 200 Zulieferer in die Lieferkette einzubinden.

Laut Rheinmetall-Chef Armin Papperger beabsichtigt das Unternehmen gemeinsam mit rumänischen Partnern, im Land ein „breites Verteidigungsökosystem“ aufzubauen. Mihai Iurca, der rumänische Vertreter für das SAFE-Programm, merkte an, dass der Vertrag nicht nur die Verteidigungsfähigkeiten Rumäniens modernisieren, sondern auch ein Schritt zur Wiederbelebung der nationalen Verteidigungsindustrie sein soll.

Das neue Geschäft fügt sich in einen umfassenderen Prozess zur Stärkung der rumänischen Verteidigungsindustrie an der Ostflanke der NATO ein. Zuvor hatten Rumänien und Rheinmetall den Bau einer Schießpulverfabrik im Wert von 535 Millionen Euro in der Stadt Victoria im Kreis Brașov vereinbart. Der Bau soll 2026 beginnen, etwa drei Jahre dauern und rund 700 Arbeitsplätze schaffen.

Für die Region ist dies eines der größten Projekte der Rüstungsindustrie der letzten Jahre. Rumänien stärkt seine Rolle als militärischer und industrieller Knotenpunkt der NATO am Schwarzen Meer, während sich Rheinmetall als einer der wichtigsten Lieferanten von Ausrüstung, Munition und Luftabwehrsystemen für osteuropäische Länder etabliert.