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Moldau wird vorschlagen, nach der Unterbrechung der Stromverbindung zu Rumänien für 60 Tage den Ausnahmezustand im Energiesektor zu verhängen

Die moldauische Regierung wird dem Parlament vorschlagen, ab dem 25. März 2026 für 60 Tage den Ausnahmezustand im Energiesektor zu verhängen, nachdem die Hauptstromleitung Vulcănești – Isaccea infolge russischer Angriffe auf die zivile Energieinfrastruktur der Ukraine abgeschaltet wurde. Dies teilte die offizielle Website der moldauischen Regierung mit.

Die Leitung Vulcănești – Isaccea ist die Hauptader für den Stromimport und deckt 60–70 % des Verbrauchs im rechtsufrigen Teil Moldawiens. Die Behörden schätzen das mögliche Leistungsdefizit zu Spitzenzeiten bereits ab dem 25. März auf 350–400 MW.

Die moldauische Regierung erklärte, dass der Ausnahmezustand es ermöglichen werde, Energieressourcen und Notfallausrüstung zügig zu beschaffen, die erforderlichen Ressourcen schneller zu verteilen und bei Bedarf Maßnahmen zur Verbrauchsbeschränkung sowie Sonderregelungen für Wirtschaftsakteure einzuführen, um kritische Infrastruktur und soziale Einrichtungen zu schützen.

Gleichzeitig wird in Chișinău betont, dass die Verbraucher derzeit über interne Quellen und Importe über alternative Routen mit Strom versorgt werden, darunter vier 110-kV-Verbindungsleitungen nach Rumänien. Diese Lösungen wurden bereits zuvor genutzt, insbesondere während der Stromausfälle am 31. Januar 2026.

Nach Angaben der moldauischen staatlichen Nachrichtenagentur Moldpres unter Berufung auf das Nationale Krisenmanagementzentrum wurden in der Nähe der Leitung Isaccea – Vulcănești abgestürzte Drohnen entdeckt, wodurch der Zugang für technische Teams eingeschränkt ist und vor Beginn der Reparaturarbeiten eine Minenräumung erforderlich ist. Die Überprüfungen werden in Abstimmung zwischen den Übertragungsnetzbetreibern Moldawiens, Rumäniens und der Ukraine durchgeführt.

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