Business news from Ukraine

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Der ukrainische Beerenanbau sah sich im Jahr 2026 mit klimatischen und preislichen Risiken konfrontiert

Das Risiko von Schäden an den Anpflanzungen durch Nachtfrost nach einer frühen Erwärmung sowie ein anderthalbfacher Anstieg der Produktionskosten aufgrund teurerer Kraftstoffe und Pflanzenschutzmittel werden die größten Herausforderungen für die ukrainischen Beerenbauern in der Saison 2026 darstellen, teilte der Verband „Beerenbau der Ukraine“ in einem Analysebericht mit.

„Die größte Herausforderung der Saison sind Temperaturschwankungen und das Risiko von Schäden an Beerenkulturen in kritischen Entwicklungsphasen“, so die Experten des Verbandes.

Über 60 % der Beerenbaubetriebe in der Ukraine stellen auf Dieselgeneratoren um, um einen stabilen Betrieb der Bewässerungssysteme zu gewährleisten.

Nach den Überwachungsdaten des Verbandes „Beerenbau der Ukraine“ ist der Zustand der Überwinterung der wichtigsten Kulturen überwiegend stabil, jedoch zeigten sich die Heidelbeeren am anfälligsten gegenüber Frost. So beträgt der Anteil der durch Frost geschädigten Heidelbeerpflanzen 16,30 %, während Himbeeren und Erdbeeren den Winter deutlich besser überstanden haben – mit Verlusten von 2,50 % bzw. 1,80 %.

Aufgrund der Schäden an den Heidelbeeren prognostiziert der Verband einen möglichen Rückgang der Bruttoernte dieser Beere bei gleichzeitiger Zunahme ihrer durchschnittlichen Größe.

Der Branchenverband stellte zudem einen erheblichen Anstieg der Produktionskosten fest. Gemäß dem Index für den Preisanstieg bei den Produktionsmitteln verteuerten sich Pflanzenschutzmittel am stärksten – um das 1,61-Fache. Die Preise für Kraftstoff stiegen um das 1,48-Fache und die für Düngemittel um das 1,34-Fache im Vergleich zum Vorzeitraum.

Nach Angaben des Verbandes „Beerenanbau der Ukraine“ bleibt die Frage der Energieunabhängigkeit eine Priorität für die Branche. Bis zum Jahr 2026 wird sich die Struktur der Energiequellen der Betriebe erheblich diversifizieren: Den größten Anteil an der Stromversorgung haben Dieselgeneratoren – 61,20 %. Nur 26,60 % der Betriebe sind weiterhin vollständig vom öffentlichen Stromnetz abhängig, während 12,20 % der Erzeuger bereits eigene Solarkraftwerke nutzen, um das Risiko von Stromausfällen zu minimieren.

Dabei sind die meisten Betriebe mit autonomen Quellen ausgestattet, die zwischen 50,00 % und 100,00 % des Strombedarfs für Bewässerungssysteme und Kühlschränke decken.

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