Business news from Ukraine

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Die Ukraine führt die Mehrwertsteuer auf Pakete aus dem Ausland ein: Der Online-Handel steht vor einem Wandel

In der Ukraine ist die Einführung einer Besteuerung von Postsendungen aus dem Ausland geplant, was faktisch das Ende der Ära der „günstigen Pakete“ aus ausländischen Online-Shops bedeutet. Die entsprechenden Änderungen sind im neuen gesetzlichen Ansatz zur Besteuerung des grenzüberschreitenden E-Commerce vorgesehen.

Es geht um die Einführung der Mehrwertsteuer (MwSt.) auf Waren, die von ukrainischen Verbrauchern im Ausland bestellt werden. Derzeit gilt ein zollfreier Einfuhrschwellenwert von 150 Euro, doch das neue Modell sieht einen schrittweisen Übergang zur Besteuerung praktisch aller Pakete vor, unabhängig von ihrem Wert.

Das Hauptziel der Änderungen ist die Angleichung der Wettbewerbsbedingungen zwischen ukrainischen und ausländischen Online-Händlern sowie die Steigerung der Steuereinnahmen für den Staatshaushalt. Im derzeitigen System zahlen ausländische Marktplätze und Händler beim Verkauf von Waren an ukrainische Verbraucher oft keine Mehrwertsteuer, was ihnen einen Preisvorteil gegenüber lokalen Unternehmen verschafft.

Es wird erwartet, dass das neue Modell nach einem Prinzip umgesetzt wird, das der Praxis der Europäischen Union ähnelt, wo die Mehrwertsteuer ab dem Zeitpunkt des Kaufs erhoben wird und die Verpflichtung zu ihrer Zahlung den Verkäufern oder den E-Commerce-Plattformen auferlegt werden kann. Das bedeutet, dass sich Plattformen wie internationale Marktplätze in der Ukraine als Steuerzahler registrieren lassen oder über Vermittler arbeiten müssen.

Experten weisen darauf hin, dass die Einführung der Mehrwertsteuer auf Pakete zu einer Verteuerung der Einkäufe für Endverbraucher führen wird, vor allem im Segment der preisgünstigen Waren, die heute massenhaft über ausländische Plattformen bestellt werden. Gleichzeitig rechnet der Staat mit einer erhöhten Markttransparenz und steigenden Haushaltseinnahmen.

Zugleich könnten die Änderungen die Entwicklung des inländischen E-Commerce und lokaler Hersteller fördern, die dadurch gleichberechtigtere Wettbewerbsbedingungen erhalten. Ein Teil der Verbraucher könnte jedoch das Bestellvolumen reduzieren oder auf alternative Einkaufskanäle umsteigen.

Auch im Logistiksektor sind Veränderungen zu erwarten: Postdienstleister werden in die Steuerverwaltung einbezogen, einschließlich einer möglichen Überprüfung des Warenwerts und der Zusammenarbeit mit den Zollbehörden.

Somit tritt der Markt für grenzüberschreitenden E-Commerce in der Ukraine in eine Phase struktureller Veränderungen ein. Kurzfristig wird dies zu einem Anstieg der Preise für importierte Waren für die Bevölkerung führen, langfristig könnte es das Gleichgewicht zwischen ausländischen und lokalen Online-Händlern verändern.

Quelle: https://expertsclub.eu/ukrayina-zaprovadzhuye-pdv-na-zakordonni-posylky-rynok-onlajn-pokupok-chekaye-na-transformacziyu/

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