Business news from Ukraine

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In den Lagern von „Lesy Ukrainy“ liegen über 220.000 Kubikmeter Brennholz für den Fall einer Energiekrise bereit

Angesichts der Energiesituation in der Ukraine wurden in den Lagern des staatlichen Unternehmens „Lesy Ukrainy“ über 220.000 Kubikmeter Brennholz gelagert, was ausreicht, um den sozialen Bereich, die Bevölkerung und das Militär zu versorgen, teilte die Pressestelle des staatlichen Unternehmens auf Telegram mit.

„Die Lage im Energiesektor ist äußerst schwierig. Wir hoffen sehr, dass die ukrainischen Städte durchhalten werden. Aber wir bereiten uns auf jedes Szenario vor. (…) Die Beschaffung läuft ununterbrochen weiter, trotz der extrem schwierigen Logistik werden die Lager ständig aufgefüllt“, betonte das staatliche Unternehmen.

Nach Angaben von „Lesy Ukrainy“ ist trotz der anhaltenden Stromausfälle kein signifikanter Anstieg der Nachfrage nach Brennholz zu beobachten. Seit Anfang 2026 wurden landesweit nur 15.000 Kubikmeter von den Forstbetrieben verkauft.

Das staatliche Unternehmen betonte, dass es die Lieferung von Brennstoff an die Streitkräfte der Ukraine, die ebenfalls vollständig gemäß den Vertragsbedingungen erfolgt, für ebenso vorrangig hält. Bei Bedarf sind die Förster bereit, die Lieferungen zu erhöhen.

„Lisy Ukrainy“ versicherte, dass die Preise für Sozialholz bis zum Ende der Heizperiode unverändert bleiben werden, und riet den Haushalten, sich Gedanken über die nächste Saison zu machen und rechtzeitig Vorräte anzulegen.

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Die FAO hat 615 Getreidespeicher an Landwirte in den Frontgebieten zur Lagerung ihrer Ernte übergeben

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hat die Verteilung von 615 modularen Getreidespeichern an kleine und mittlere landwirtschaftliche Betriebe in sieben Frontgebieten abgeschlossen, teilte die Pressestelle der FAO auf Facebook mit.

Die FAO präzisierte, dass diese Initiative mit Unterstützung der Regierungen Kanadas und Japans in enger Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Wirtschaft, Umwelt und Landwirtschaft umgesetzt wurde. Die FAO ist überzeugt, dass das Programm zur Stabilisierung der landwirtschaftlichen Betriebe, zur Vermeidung von Nachernteverlusten und zur Gewährleistung der Kontinuität der landwirtschaftlichen Produktion beiträgt.

Die Landwirte konnten sich über das staatliche Agrarregister (DAR) für die Teilnahme an dem Programm bewerben. Im Jahr 2025 erhielt die FAO 747 Bewerbungen von Erzeugern, die zwischen 200 und 1.000 Hektar bewirtschaften. Nach einer Überprüfung wurden 615 Betriebe ausgewählt, die modulare Getreidespeicher erhielten. Die Verteilung erfolgte in sieben Regionen: Tschernihiw (62), Dnipropetrowsk (116), Charkiw (124), Cherson (14), Kirowograd (84), Mykolajiw (128) und Odessa (87).

Diese Initiative ist Teil einer umfassenderen Strategie zur Unterstützung der Getreidelagerung, die die FAO und ihre Partner seit 2022 als Reaktion auf den kritischen Mangel an Lagerkapazitäten umsetzen. In dieser Zeit erhielten ukrainische Agrarproduzenten eine breite Palette von Lagerlösungen – über 37 000 Getreidesäcke, 105 Sätze von Be- und Entladevorrichtungen und insgesamt 859 modulare Getreidelager. Insgesamt ermöglichte diese Unterstützung den Landwirten in der gesamten Ukraine, mehr als 8 Millionen Tonnen Getreide zu lagern und die landwirtschaftliche Produktion unter Kriegsbedingungen aufrechtzuerhalten.

Trotz erheblicher Fortschritte bleibt der Mangel an Lagerinfrastruktur weiterhin ein entscheidender Hemmfaktor für die Erholung des Agrarsektors, insbesondere in den Frontgebieten und kürzlich befreiten Gebieten, betonte die FAO. Im Vorfeld der Saison 2026 wird die nachhaltige Entwicklung moderner und sicherer Getreidelagerkapazitäten weiterhin von entscheidender Bedeutung sein, um die Lebensgrundlagen zu schützen und die nationale Nahrungsmittelproduktion aufrechtzuerhalten.

„Für Landwirte geht es bei der sicheren Lagerung ihrer Ernte nicht nur um Getreide. Es geht um Seelenfrieden, um die Gewissheit, dass die Monate harter Arbeit nicht verloren sind. Diese Lagerhäuser geben den ukrainischen Landwirten das, was heute in Kriegszeiten besonders wichtig ist: Stabilität und die Fähigkeit, hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken. Wir werden sie auf diesem Weg weiterhin unterstützen“, versicherte die Leiterin des FAO-Büros in der Ukraine, Shakhnoza Muminova.

Die FAO plant gemeinsam mit ihren Partnern, Anfang 2026 weitere rund 100 Landwirte zu unterstützen, doch der Bedarf übersteigt die verfügbaren Ressourcen bei weitem. Eine verstärkte Zusammenarbeit und die weitere aktive Beteiligung der internationalen Gemeinschaft sind nach Ansicht der Organisation von entscheidender Bedeutung, damit die Landwirte die anhaltenden Herausforderungen bewältigen und einen Beitrag zum langfristigen Wiederaufbau der Ukraine leisten können.

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