Stellen Sie sich folgende Situation vor.
Sie sitzen in einer Arztpraxis irgendwo in Polen, Kanada oder Deutschland. Ihr Kopf brummt ohnehin schon vor Fieber oder Stress, und dann hören Sie auch noch:
— „Can you describe your symptoms?“
— „How long have you had this pain?“
Und in diesem Moment scheint das Gehirn einfach abzuschalten.
Obwohl Sie zu Hause problemlos Serien auf Englisch schauen, Nachrichten lesen oder sogar mit ausländischen Kunden arbeiten konnten, wird im Arztzimmer alles viel schwieriger. Es entsteht die Angst, etwas Falsches zu sagen. Wichtige Informationen nicht zu verstehen. Medikamente zu verwechseln. Die Symptome falsch zu beschreiben.
Und das ist völlig normal.
Für viele Ukrainer im Ausland sind gerade medizinische Situationen der Moment, in dem die Sprachbarriere am stärksten spürbar ist.
Es gibt einen großen Unterschied zwischen:
● „einen Kaffee bestellen“;
● „über das Wetter sprechen“;
● und dem Arzt erklären, dass Sie seit drei Tagen seltsame Schmerzen in der Brust haben.
Medizinische Gespräche sind selbst in der Muttersprache stressig. In einer Fremdsprache umso mehr.
Man beginnt sich wegen mehrerer Dinge gleichzeitig Sorgen zu machen:
● Angst vor Fehlern;
● körperliches Unwohlsein;
● unbekannte Wörter;
● Akzent;
● die schnelle Sprechweise des Gesprächspartners;
● die Angst, „dumm“ zu wirken.
Besonders schwer haben es Menschen mit dem Sprachniveau A2–B1. Sie wissen zwar schon einiges, fühlen sich aber noch nicht sicher. Und genau diese Gruppe sagt am häufigsten:
„Ich verstehe alles … aber wenn ich sprechen soll, bin ich verloren.“
Das ist eine der größten Ängste.
Die Menschen haben Angst, etwas Wichtiges zu verpassen:
● den Namen der Krankheit;
● Empfehlungen;
● die Einnahme der Medikamente;
● die Ergebnisse der Untersuchungen.
Besonders wenn der Arzt schnell spricht oder einen starken Akzent hat.
Viele glauben, man müsse kompliziert und grammatikalisch perfekt sprechen.
Tatsächlich ist es für den Arzt viel wichtiger, die grundlegenden Informationen zu verstehen:
● wo es wehtut;
● seit wann;
● wie stark;
● ob Fieber vorliegt;
● ob Allergien bestehen.
Schon sehr einfaches Englisch kann das Problem lösen.
Das ist eine weitere weit verbreitete Angst.
Aber die Wahrheit ist, dass Ärzte in den meisten Ländern täglich mit Menschen aus verschiedenen Teilen der Welt kommunizieren:
● Ukrainern;
● Polen;
● Indern;
● Chinesen;
● Arabern;
● Franzosen.
Für sie ist ein Akzent etwas ganz Normales.
Ihre Hauptaufgabe ist es, Ihnen zu helfen, und nicht, Ihre Aussprache zu bewerten.
Was die Leute oft überrascht:
Für einen Arztbesuch brauchen Sie kein fortgeschrittenes Niveau.
Im Ernst.
In den meisten Situationen reicht es aus:
● einen grundlegenden Wortschatz;
● ein paar vorgefertigte Sätze;
● die Fähigkeit, das Problem ruhig und mit einfachen Worten zu erklären.
Zum Beispiel:
„I have a headache.“
„My throat hurts.“
„I feel dizzy.“
„I have a fever.“
Das sind einfache Sätze. Aber sie funktionieren bereits.
Versuchen Sie nicht, sich sofort komplexe medizinische Fachbegriffe anzueignen.
Beginnen Sie mit dem Nötigsten.
● I have a headache — Ich habe Kopfschmerzen
● I have a sore throat — Ich habe Halsschmerzen
● I have a fever — Ich habe Fieber
● I feel weak — Ich fühle mich schwach
● I feel dizzy — Mir ist schwindelig
● I have a cough — Ich habe Husten
● I have stomach pain — Ich habe Bauchschmerzen
● It hurts here — Hier tut es weh
● Der Schmerz ist stark — Der Schmerz ist stark
● Es hat gestern angefangen — Es hat gestern angefangen
● Nachts wird es schlimmer — Nachts wird es schlimmer
● Ich bin allergisch gegen Penicillin
● Ich nehme diese Medikamente
● Kann ich das ohne Rezept kaufen?
● Könnten Sie das bitte wiederholen?
● Könnten Sie bitte langsamer sprechen?
● Können Sie es aufschreiben?
● Was bedeutet dieses Wort?
Diese Sätze mögen einfach erscheinen. Aber gerade sie helfen oft in realen Situationen.
Das ist ein sehr unterschätzter Tipp.
Vor dem Arztbesuch können Sie im Voraus notieren:
● Symptome;
● wann sie begonnen haben;
● die Temperatur;
● die Namen der Medikamente;
● Allergien;
● Fragen an den Arzt.
Dann müssen Sie in einer Stresssituation nicht spontan nach Worten suchen.
Mehr noch – Sie können dem Arzt einfach Ihre Notizen zeigen.
Und das ist völlig normal.
Das ist einer der Hauptfehler von Erwachsenen.
Man fängt an:
● komplexe Sätze zu bilden;
● alles Wort für Wort zu übersetzen;
● sich wegen der Grammatik Sorgen zu machen.
Das Ergebnis: Panik und Schweigen.
Stattdessen ist es besser:
● sich kurz zu fassen;
● einfache Wörter zu verwenden;
● Schritt für Schritt zu erklären.
Zum Beispiel:
❌ „I have been experiencing some uncomfortable sensations…“
✅ „My chest hurts.“
Einfachheit bedeutet nicht schlechtes Englisch.
Einfachheit bedeutet effektive Kommunikation.
Viele Menschen lernen jahrelang Englisch, aber:
● können keinen Arzttermin vereinbaren;
● haben Angst vor Telefonaten;
● sind in der Apotheke überfordert;
● geraten in Stresssituationen in Panik.
Warum ist das so?
Weil klassischer Unterricht oft auf folgenden Elementen basiert:
● abstrakter Grammatik;
● Übungen;
● Tests;
● „idealen“ Dialogen aus Lehrbüchern.
Das echte Leben klingt jedoch ganz anders.
Genau deshalb sind für Erwachsene oft praktische Übungen wichtig, bei denen es um Folgendes geht:
● Sprechen;
● lebendige Dialoge;
● das Nachstellen realer Situationen;
● psychologisches Wohlbefinden;
● die Bewältigung der Angst vor dem Sprechen.
Viele Teilnehmer stellen beispielsweise fest, dass es ihnen nach dem Unterricht und den Übungen in den <a href=“https://www.english.kh.ua/“>Business-Sprachkursen</a> viel leichter fällt, nicht nur über die Arbeit zu sprechen, sondern auch in alltäglichen Situationen – von Anrufen beim Arzt bis hin zur Kommunikation in der Bank oder Apotheke.
Zunächst einmal: Keine Panik.
Selbst Menschen mit guten Englischkenntnissen verstehen medizinische Fachbegriffe manchmal nicht.
Und das ist ganz normal.
Ein einfacher Satz:
„Could you speak more slowly, please?“
— ist völlig normal.
Insbesondere:
● die Namen der Medikamente;
● die Dosierung;
● die Empfehlungen.
Zum Beispiel:
„So I should take this twice a day?“
Das hilft Ihnen sicherzustellen, dass Sie alles richtig verstanden haben.
Eine wichtige Sache, die viele Menschen zu spät erkennen:
Das Ziel der Sprache ist nicht, wie ein Muttersprachler zu klingen.
Das Ziel der Sprache ist, dass man Sie versteht.
Und wenn jemand:
● ein Problem erklären kann;
● Fragen stellen kann;
● die Antwort verstehen kann;
● Hilfe erhalten kann –
dann ist das bereits funktionierendes Englisch.
Auch wenn es Fehler gibt.
Selbst wenn man einen Akzent hat.
Selbst wenn man langsam spricht.
Das sollte man nicht vergessen.
Stress in medizinischen Situationen ist universell.
Selbst englischsprachige Menschen:
● vergessen Wörter;
● sind aufgeregt;
● fragen nach;
● bringen etwas durcheinander.
Deshalb sollten Sie von sich keinen „perfekten Auftritt“ verlangen.
Sie legen keine Prüfung ab.
Sie versuchen einfach, für Ihre Gesundheit zu sorgen.
Das funktioniert bei Erwachsenen wirklich:
Selbst 10–15 Minuten Live-Übung sind besser als stundenlanges passives Anschauen von Videos.
In Stresssituationen mag das Gehirn Muster.
Deshalb ist es hilfreich, Folgendes zu haben:
● vorgefertigte Sätze;
● vorbereitete Antworten;
● vertraute Satzmuster.
Nicht nur:
● Present Perfect;
● Konditionalsätze;
● Testübungen.
Sondern:
● Telefonate;
● Apotheke;
● Arzt;
● Arbeit;
● Wohnungssuche;
● Small Talk.
Genau das vermittelt ein Gefühl der Sicherheit im Ausland.
Sie hören auf, auf den Moment zu warten, in dem sie „bereit sind“.
Denn diesen Moment gibt es fast nicht.
Am Anfang ist man:
● nervös;
● unsicher;
● spricht langsam;
● macht Fehler.
Und das ist normal.
Selbstsicherheit kommt nicht VOR dem Sprechen.
Sie kommt NACH vielen Versuchen.
Wenn Menschen über Englisch sprechen, erwähnen sie meist:
● die Karriere;
● das Gehalt;
● Vorstellungsgespräche;
● internationale Unternehmen.
Aber für viele Erwachsene liegt der wahre Wert der Sprache in anderen Aspekten.
Wenn Sie:
● selbstständig mit einem Arzt sprechen können;
● Hilfe rufen können;
● ein Problem erklären können;
● Empfehlungen verstehen können;
● sich nicht hilflos fühlen.
In solchen Momenten ist Englisch nicht mehr nur ein „Fach“.
Es wird zu einem Gefühl der Kontrolle über das eigene Leben.
Und vielleicht ist genau das das Wichtigste.
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