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Die Methanverwertung könnte bis zu 15% des Gasverbrauchs in der Ukraine decken

Das technische Potenzial der Methanverwertung in der Ukraine beläuft sich auf 2,15 bis 3,08 Milliarden Kubikmeter pro Jahr, was 10 bis 15 % des gesamten Erdgasverbrauchs des Landes entspricht, heißt es in der Studie „Methanemissionen im Energiesektor der Ukraine: unterschätzte Herausforderungen und Chancen“ des Projekts Green Deal Ukraïna (GDU), das vom Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) ins Leben gerufen wurde.

Die Autoren der Studie sind Alexander Zichener, GDU-Experte für Energie und Klima, Janez Kopac, GDU-Experte für Energie und Klima, sowie Oleg Savitsky, GDU-Experte für Energie.

Wie sie feststellten, belaufen sich die Kosten für dieses Volumen bei durchschnittlichen europäischen Gaspreisen (~360 EUR/1.000 Kubikmeter) auf 750–1.100 Mio. EUR jährlich, während die für die Realisierung dieses Potenzials erforderlichen Investitionen insgesamt 2,4 bis 3,6 Mrd. EUR über 10 Jahre oder 240–360 Mio. EUR pro Jahr betragen.

„Vergleicht man die Zahlen, ergibt sich ein offensichtlicher wirtschaftlicher Vorteil: Jährlich müssen 240–360 Mio. EUR in die Emissionsminderung investiert werden, das ‚abgefangene‘ Gas wird 750–1.100 Mio. EUR einbringen“, betonten die Autoren der Studie.

Sie weisen darauf hin, dass das Thema der Methanverwertung im Vorfeld des EU-Beitritts der Ukraine und im Kontext des Wiederaufbaus nach dem Krieg besondere Bedeutung erlangt: Die Harmonisierung der nationalen Gesetzgebung mit den Anforderungen der Verordnung (EU) 2024/1787 über Methanemissionen im Energiesektor ist für ein Beitrittsland und Mitglied der Energiegemeinschaft obligatorisch. Gleichzeitig ist die Reduzierung der Methanemissionen eine der schnellsten und wirtschaftlichsten Klimaschutzmaßnahmen, die der Ukraine im Zeitraum 2026–2045 zur Verfügung stehen, denn auf 20 Jahre betrachtet (GWP20) ist Methan als Treibhausgas mehr als 80-mal wirksamer als CO₂, und bei einer konservativen Schätzung über 100 Jahre – 30-mal (GWP100).

In der Studie wird darauf hingewiesen, dass Methan etwa 27 % der gesamten Treibhausgasemissionen der Ukraine ausmacht (63 Mio. t CO₂-Äquivalent im Jahr 2023 nach GWP100) und nach GWP20 mehr als die Hälfte der kurzfristigen Klimawirkung des Landes. Fast 71 % der nationalen Methanemissionen entfallen auf den Energiesektor.

Weitere Informationen zur Studie und Links dazu finden Sie in der Kolumne des Projekts „Interfax-Ukraine“ zum Thema Energie „Energo-Reforma“.

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