Der ukrainische Baumarkt ist 2025 wertmäßig um 24% gegenüber 2024 gewachsen – auf rund 248 Mrd. UAH (etwa 5,3 Mrd. EUR), teilte Rauta-Direktor Andrii Ozeichuk in einem Überblick über Branchentrends mit. Gleichzeitig liegt das Marktvolumen weiterhin 34% unter dem Niveau von 2021, als es auf etwa 8 Mrd. EUR geschätzt wurde.
Nach Einschätzung des Unternehmens blieben 2025 die Schlüsselsegmente der kommerziellen Investitionen Logistik-, Produktions- und Einzelhandelsimmobilien, während die Oblaste Kyjiw, Lwiw und Iwano-Frankiwsk als die attraktivsten Regionen für Neubauten genannt wurden. Gesondert hervorgehoben wird das Segment der Wiederherstellung und des Schutzes von Objekten der kritischen Infrastruktur – rund 20% des Marktes.
Die Nachfrage seitens der Wirtschaft und der Haushalte verlagerte sich in Richtung Energieunabhängigkeit: Der Absatz von Generatoren stieg um 130%, von Wechselrichtern und Akkumulatoren um 50% und von Solaranlagen um 100%. Im Markt für den gewerblichen Bau wuchs am dynamischsten das Segment landwirtschaftlicher Gebäude (+48%), während die Nachfrage nach Neubauwohnungen insgesamt auf dem Niveau von 2024 blieb.
Der Preisanstieg in der Branche hat sich nach Einschätzung von Rauta verlangsamt: Die Kosten für Bauleistungen und Materialien stiegen 2025 um etwa 15% gegenüber 24% im Vorjahr, die Wohnungspreise legten um 5–10% zu. Gleichzeitig verschärfte sich der Fachkräftemangel – der Mangel an Spezialisten wird auf etwa 30% geschätzt, was das Lohnwachstum im Baugewerbe 2025 auf 25–30% beschleunigte; zu den Spitzenreitern bei den Erhöhungen wurden Monolithbauer (+50%), Geodäten (+44%) und Betonbauer (+38%) gezählt.
In dem Überblick wird außerdem eine Vertiefung der Digitalisierung und eine Aktualisierung der Regulierung festgestellt: 2025 nahm das Einheitliche Staatliche Elektronische System im Bausektor (ЄДЕССБ) den Vollbetrieb auf und seine Funktionalität wurde erweitert, das Geoportal des Stadtplanungskatasters sowie die App „Prozore budivnytstvo“ („Transparentes Bauen“) wurden in Betrieb genommen, und Änderungen der Staatlichen Baunormen (DBN) zur Inklusivität treten am 1. April 2026 in Kraft.
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