Die Aprilfröste in der Ukraine führten zu Schäden und zum Abfallen der Blüten von Aprikosen, Pfirsichen, Kirschen, Birnen und Sauerkirschen, hatten jedoch keine kritischen Auswirkungen auf den Zustand der Winterkulturen, teilte das Ukrainische Hydrometeorologische Zentrum mit.
„Die zahlreichen intensiven Frostperioden wirkten sich nachteilig auf die Blüte von Obstkulturen und mehrjährigen Anpflanzungen aus. Aufgrund des anhaltenden Temperaturrückgangs kam es bei Steinobst zu einer Schwarzfärbung und zum Abfallen der Blüten“, stellten die Meteorologen fest.
Nach Angaben der Experten dominierten im April in der Ukraine arktische Luftmassen, was zu kaltem Wetter führte. Ein dauerhafter Anstieg der durchschnittlichen Tagestemperaturen über 10 °C fand bis zum Monatsende nicht statt, und der Rückstand gegenüber den langjährigen Durchschnittswerten betrug 1,5 bis 2 Wochen.
Die agrarmeteorologischen Bedingungen für die Wurzelbildung und Vegetation der Winterkulturen blieben durchaus günstig, da deren Frostbeständigkeit höher war als die gemessenen Temperaturen. Die Fröste haben den Wintergetreidebeständen und den Keimlingen der frühen Sommergetreidearten, die sich Ende April in der Phase des Massenkeimens befanden, fast keinen Schaden zugefügt. Nur auf einzelnen Flächen war eine leichte Gelbfärbung der Blätter von Weizen und Gerste aufgrund der Kälteeinwirkung zu beobachten.
Gleichzeitig kam es aufgrund häufiger Frostperioden zu einer Abkühlung der tieferen Bodenschichten: In einer Tiefe von 5 cm und 10 cm lag die Temperatur stellenweise nicht über 7–10 °C. In Regionen mit Niederschlagsdefizit wurden die oberen Bodenschichten als schwach befeuchtet oder trocken eingeschätzt, was die Aussaat von späten wärmeliebenden Kulturen erschwerte.
Das Hydrometeorologische Zentrum stellte fest, dass sich dank der überwiegend gemäßigten Temperaturen im Frühjahr Trockenheitserscheinungen nur allmählich entwickelten. Dies ermöglichte es, den Gehalt an produktiver Feuchtigkeit im Boden, insbesondere in den tieferen Schichten, bis zum Monatsende auf einem ausreichenden und optimalen Niveau zu halten.