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Die Bewerbungsfrist für den Ivan-Franko-Preis hat begonnen

In der Ukraine hat die Bewerbungsfrist für den Ivan-Franko-Preis im Bereich Informationswesen begonnen – eine der staatlichen Auszeichnungen für Autoren, deren Veröffentlichungen, Fernseh- und Radiowerke sowie wissenschaftliche Forschungen das historische Gedächtnis und das gesellschaftliche Bewusstsein prägen. Die Arbeiten können vom 2. März bis zum 1. Mai 2026 eingereicht werden, teilt die Staatliche Kommission für Fernsehen und Radio mit.

„Zum Wettbewerb werden neue originelle publizistische Werke eingereicht, die zur Festigung des historischen Gedächtnisses des Volkes, seines nationalen Bewusstseins und seiner Eigenständigkeit beitragen und auf die Staatsbildung und Demokratisierung der ukrainischen Gesellschaft ausgerichtet sind“, heißt es in der Mitteilung.

Es handelt sich um Werke, die in den letzten drei Jahren bereits veröffentlicht oder in ihrer endgültigen Form bekannt gegeben wurden, jedoch nicht später als sechs Monate vor der Nominierung für den Preis. Die Auszeichnung selbst wird traditionell jedes Jahr am Geburtstag von Ivan Franko – dem 27. August – verliehen. Die Höhe jedes Preises beträgt 10.000 UAH.

Der Preis wird in vier Kategorien vergeben: für die beste Veröffentlichung in Printmedien, für das beste Werk im Bereich Fernsehen, für das beste Werk im Bereich Rundfunk und für die beste wissenschaftliche Arbeit im Bereich Information. Dabei kann ein und derselbe Kandidat nicht gleichzeitig mit zwei oder mehr Werken nominiert werden.

Für die Teilnahme muss ein Antrag mit einer kurzen Beschreibung des Werks und des Autors, ein Exemplar des Werks auf einem physischen Datenträger mit Bestätigung seiner Veröffentlichung sowie eine Kopie des Reisepasses eingereicht werden. Die Unterlagen werden von der Staatlichen Kommission für Fernsehen und Radio entgegengenommen.

Iwan Franko (1856-1916) war ein ukrainischer Schriftsteller, Dichter, Publizist und Wissenschaftler und einer der wichtigsten Vertreter der nationalen Wiedergeburt Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts. Er wurde im Dorf Nahujewytschi in der Region Lemberg geboren, studierte an der Universität Lemberg und war als Journalist und in der Politik tätig. Franko ist Autor von Gedichtbänden, Prosawerken und Dramen sowie zahlreicher literaturwissenschaftlicher und wissenschaftlicher Arbeiten; zu seinen bekanntesten Werken zählen das Gedicht „Moses“, der Roman „Boryslav lacht“ und die Erzählung „Zachar Berkut“. In Franko’s Werk verbinden sich soziale Themen, nationale Ideen und der europäische intellektuelle Kontext; seine Texte wurden in viele Sprachen übersetzt.

 

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