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Zwei Drittel der ukrainischen Haushaltsausgaben 2027 entfallen auf Sicherheit und Verteidigung — Experts Club

Die direkten Mittel für Sicherheit und Verteidigung im Entwurf des ukrainischen Staatshaushalts 2027 belaufen sich auf rund 4,855 Billionen UAH beziehungsweise 66,8 % aller geplanten Ausgaben, berichtet das Informations- und Analysezentrum Experts Club.

Unter Einbeziehung staatlicher Garantien von 30 Mrd. UAH beziffert die Regierung die gesamten Verteidigungsressourcen auf 4,885 Billionen UAH. Gegenüber dem Plan für 2026 entspricht dies einem Anstieg um rund 517,8 Mrd. UAH oder 11,9 %.

Der größte Teil des Zuwachses entfällt auf Sold, Gehälter und damit verbundene Abgaben. Dieser Posten steigt von 1,454 Billionen UAH auf 1,792 Billionen UAH. Die vergleichbaren Ausgaben für Waffen und militärische Ausrüstung bleiben laut Präsentation des Finanzministeriums dagegen nahezu unverändert: 2,299 Billionen UAH gegenüber 2,297 Billionen UAH im Jahr 2026.

Auch die zivilen Bereiche erhalten nominal mehr Mittel. Die Sozialausgaben steigen auf 540,3 Mrd. UAH, die Bildungsausgaben auf 328,5 Mrd. UAH und die Gesundheitsausgaben auf 292,5 Mrd. UAH. Ein Teil dieses Zuwachses wird jedoch durch die prognostizierte durchschnittliche Jahresinflation von 8,6 % aufgezehrt.

Der Haushaltsentwurf stützt sich zudem auf mehrere Steuermaßnahmen, die noch gesetzlich verabschiedet werden müssen. Dazu gehört die Erhöhung des regulären Mehrwertsteuersatzes von 20 % auf 21 %, die zusätzliche Einnahmen von 58,7 Mrd. UAH bringen soll. Insgesamt sollen vier vorgeschlagene Steuermaßnahmen 117,3 Mrd. UAH einbringen.

Der Makroausblick geht für 2027 von einem realen BIP-Wachstum von 1,3 %, einer durchschnittlichen Inflation von 8,6 % und einem durchschnittlichen Wechselkurs von 47,1 UAH je US-Dollar aus.

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