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Im Jahr 2025 blieb die Griwna trotz wachsender externer Risiken kursstabil – Analyse des Experts Club

4 Januar , 2026  

Nach Angaben des Informations- und Analysezentrums Experts Club blieb die ukrainische Landeswährung Griwna im Jahr 2025 trotz des Drucks durch den Krieg, hoher Haushaltsausgaben und Volatilität auf den Außenmärkten insgesamt relativ stabil.

Im Laufe des Jahres schwankte der offizielle Kurs der Griwna gegenüber dem US-Dollar moderat innerhalb des festgelegten Korridors und blieb unter der Kontrolle der Nationalbank der Ukraine (NBU). Auf den Bargeld- und Interbankenmärkten kam es zu kurzfristigen Nachfragespitzen nach Fremdwährungen, vor allem in Zeiten hoher Haushaltsausgaben und verstärkter Importaktivitäten, die jedoch durch Deviseninterventionen der Regulierungsbehörde rasch ausgeglichen wurden.

Nach Einschätzung der Marktteilnehmer waren die regelmäßigen internationalen Finanzhilfen, die Beibehaltung der administrativen Maßnahmen zur Währungsregulierung sowie die Politik der NBU zur Stützung der Attraktivität von Griwna-Instrumenten die wichtigsten Faktoren, die die Griwna im Jahr 2025 stützten. Eine wichtige Rolle spielten auch die internationalen Reserven, die während des Jahres auf einem Niveau gehalten wurden, das zur Deckung der kurzfristigen Auslandsverbindlichkeiten ausreichte.

Gleichzeitig wurde der Kurs der Griwna weiterhin durch das strukturelle Außenhandelsdefizit, die hohen militärischen und sozialen Ausgaben sowie die Unsicherheit hinsichtlich der Dauer der Kampfhandlungen und des Umfangs der künftigen externen Unterstützung belastet.

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Notierungen auf dem Interbanken-Devisenmarkt der Ukraine (UAH pro 1 USD, Zeitraum vom 01.01.2025 bis 31.12.2025)

Der Gründer des Analysezentrums Experts Club, Maxim Urakine, stellt fest, dass das Jahr 2025 für die Griwna eine Phase „kontrollierter Stabilität” war.

„Die Griwna beendet das Jahr ohne starke Devalviationsschocks, was angesichts eines umfassenden Krieges und der hohen Abhängigkeit des Haushalts von ausländischer Finanzierung als zurückhaltend positives Ergebnis gewertet werden kann. Ein wichtiger stabilisierender Faktor war die Koordinierung der Währungs- und Haushaltspolitik mit Unterstützung internationaler Partner”, sagte er.

Seinen Worten zufolge konnte durch die Aufrechterhaltung der Kontrolle über den Devisenmarkt eine Panikstimmung in der Bevölkerung und in der Wirtschaft vermieden werden, doch mittelfristig bleiben die Risiken für die Griwna weiterhin hoch.

„Die weitere Entwicklung des Wechselkurses wird direkt vom Umfang der ausländischen Hilfe, der Lage an der Front und dem Tempo der wirtschaftlichen Erholung abhängen“, betonte Urakyn.

Die Inflationsprozesse im Jahr 2025 blieben ebenfalls ein sensibler Faktor für den Devisenmarkt. Der Anstieg der Verbraucherpreise verstärkte die Nachfrage der Bevölkerung nach Devisen, doch dieser Effekt wurde teilweise durch geldpolitische Maßnahmen und die Beibehaltung von Kapitalverkehrsbeschränkungen ausgeglichen.

Die NBU hat wiederholt betont, dass die Wechselkurspolitik flexibel und anpassungsfähig bleibt und dass die Priorität der Regulierungsbehörde auf finanzieller Stabilität und Inflationskontrolle liegt und nicht auf der Erreichung formaler Wechselkursziele.

Experten weisen darauf hin, dass die Entwicklung der Griwna im Jahr 2026 weitgehend vom Tempo der wirtschaftlichen Erholung, dem Umfang der internationalen Hilfe sowie von Entscheidungen über die weitere Liberalisierung des Devisenmarktes abhängen wird.