Der ukrainische Gerstenmarkt bleibt preislich stabil, während sich der Handel mit der neuen Ernte allmählich belebt und die Ergebnisse der Ausschreibung in der Türkei erwartet werden, teilte die im Rahmen des Allukrainischen Agrarrats (VAR) gegründete Analysegenossenschaft „Pusk“ mit.
„Derzeit ist die türkische Ausschreibung der entscheidende Faktor für den Markt. Nach vorläufigen Schätzungen werden über 200.000 Tonnen Gerste mit Lieferung im März bis Mai gekauft. Dies ist ein recht beträchtliches Volumen, das das Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage in der Schwarzmeerregion beeinflusst“, so die Analysten.
Auf dem ukrainischen Binnenmarkt bleiben die Preise für Gerste aus der alten Ernte relativ stabil. Gerste wird zu 10.800–11.100 UAH/Tonne gehandelt. Analysten merkten an, dass der Preis aufgrund des Wechselkurses auf 11.200–11.400 UAH/Tonne steigen müsste, doch eine reale Nachfrage bei solchen Preisniveaus gibt es in der Ukraine derzeit nicht. Der Markt bleibt passiv, daher sind in den nächsten anderthalb Monaten keine wesentlichen Preisschwankungen für die alte Ernte zu erwarten.
Parallel dazu belebt sich in der Ukraine allmählich der Handel mit Gerste der neuen Ernte. Die ersten Preisrichtwerte für Landwirte wurden bereits genannt: Für Gerste in Standardqualität werden 205–207 $/Tonne geboten, und für Ware, die den Anforderungen des chinesischen Marktes entspricht, ist man bereit, mehr zu zahlen – 210–211 $/Tonne.
„In den nächsten Wochen ist kaum mit wesentlichen Veränderungen dieser Preisniveaus zu rechnen. Theoretisch könnte die neue Ernte noch ein paar Dollar hinzufügen, aber es wird keine abrupte Bewegung geben. Mit aktiveren Verkäufen ist im April und Mai zu rechnen“, prognostiziert „Pusk“.