Das schwedische Unternehmen H&M Hennes & Mauritz AB hat im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 seinen Betriebsgewinn trotz eines Umsatzrückgangs in schwedischen Kronen, einer Verbesserung der Bruttomarge und eines Lagerabbaus nahezu auf dem Vorjahresniveau gehalten.
Wie aus dem Unternehmensbericht hervorgeht, beliefen sich die Nettoumsätze von H&M im Zeitraum März bis Mai auf 54,828 Mrd. SEK gegenüber 56,714 Mrd. SEK im gleichen Zeitraum des Vorjahres. In lokalen Währungen lagen die Umsätze nahezu auf Vorjahresniveau, während in schwedischen Kronen die Zahlen durch die Aufwertung der Krone negativ beeinflusst wurden.
Der Bruttogewinn belief sich im zweiten Quartal auf 31,045 Mrd. SEK gegenüber 31,425 Mrd. SEK im Vorjahr, und die Bruttomarge stieg von 55,4 % auf 56,6 %. Das Unternehmen führte die Margenverbesserung vor allem auf Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz der Lieferkette zurück.
Das Betriebsergebnis ohne Einmalposten stieg um 11 % auf 6,592 Mrd. SEK, und die entsprechende operative Marge stieg von 10,4 % auf 12 %. Gleichzeitig belief sich das Betriebsergebnis einschließlich der Aufwendungen auf 5,913 Mrd. SEK gegenüber 5,914 Mrd. SEK im Vorjahr, die operative Marge lag bei 10,8 % gegenüber 10,4 %.
Die einmaligen Restrukturierungskosten beliefen sich im Quartal auf 679 Mio. SEK und standen im Zusammenhang mit organisatorischen Veränderungen in den Absatzmärkten und in den zentralen Vertriebsstrukturen des Unternehmens.
Der Nettogewinn von H&M belief sich im zweiten Quartal auf 3,963 Mrd. SEK gegenüber 3,962 Mrd. SEK im Vorjahr, der Gewinn je Aktie betrug 2,49 SEK gegenüber 2,48 SEK.
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2026 sank der Nettoumsatz der Gruppe von 112,047 Mrd. SEK auf 104,435 Mrd. SEK; in lokalen Währungen betrug der Rückgang 1 %. Das Betriebsergebnis stieg im ersten Halbjahr von 7,117 Mrd. SEK auf 7,425 Mrd. SEK, die operative Marge von 6,4 % auf 7,1 %. Der Nettogewinn stieg von 4,541 Mrd. SEK auf 4,667 Mrd. SEK.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit stieg im zweiten Quartal um 24 % auf 10,591 Mrd. SEK und im ersten Halbjahr um 15 % auf 14,616 Mrd. SEK.
Die Warenbestände gingen Ende Mai um 10 % zurück – auf 34,942 Mrd. SEK gegenüber 38,817 Mrd. SEK im Vorjahr. Währungsbereinigt sanken die Bestände um 2 %. Der Anteil der Bestände am Umsatz der letzten 12 Monate sank von 16,6 % auf 15,8 %.
„Unsere langfristigen Maßnahmen haben die Rentabilität gestärkt und bieten uns gute Möglichkeiten, noch mehr Wert für unsere Kunden zu schaffen“, erklärte H&M-CEO Daniel Erver.
Seinen Angaben zufolge lagen die Umsätze im Quartal etwas unter den Erwartungen, doch die Rentabilität und die Bestandslage entwickelten sich positiv. Das Unternehmen setzt die Vereinfachung der Organisationsstruktur fort, verlagert die Entscheidungsfindung näher an den Kunden und wird in der zweiten Jahreshälfte mit der Modernisierung der digitalen Infrastruktur beginnen.
Zum 31. Mai 2026 verfügte die H&M-Gruppe über 4.038 Tausend Filialen gegenüber 4.166 Tausend im Vorjahr. Im ersten Halbjahr eröffnete das Unternehmen 41 Filialen und schloss 104. Der Anteil der Online-Verkäufe liegt bei über 30 %.
Für das Jahr 2026 plant H&M die Eröffnung von rund 90 neuen Filialen und die Schließung von rund 170. Das Unternehmen setzt seine Expansion in Lateinamerika fort: Die erste Filiale in Rio de Janeiro wurde im April eröffnet; im zweiten Halbjahr 2026 plant H&M den Markteintritt in Paraguay und im Jahr 2027 in Argentinien über ein Franchisesystem.
Der Umsatz der H&M Group in lokalen Währungen wird im Juni 2026 nach Erwartungen des Unternehmens auf dem Niveau des Vorjahresmonats liegen.
Die H&M Group ist einer der weltweit größten Modeeinzelhändler. Zur Gruppe gehören die Marken H&M, COS, Weekday, & Other Stories, ARKET, H&M HOME und Sellpy.
Die vollständige Fassung des Berichts finden Sie unter diesem Link.
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