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Der Vorsitzende der Werchowna Rada, Stefanchuk, ist in Serbien eingetroffen

6 Juli , 2026  

Wie der Serbische Ökonom berichtet, ist der Vorsitzende der Werchowna Rada der Ukraine, Ruslan Stefanchuk, in Belgrad eingetroffen, wo er am 7. Juli an der Konferenz der Parlamentspräsidenten der Beitrittskandidatenländer zur Europäischen Union teilnehmen wird.

Am Flughafen „Nikola Tesla“ wurde er von der Präsidentin der serbischen Nationalversammlung, Ana Brnabić, empfangen. „Herzlich willkommen in Serbien, lieber Freund“, schrieb Brnabić zur Begrüßung des ukrainischen Parlamentspräsidenten.

Am 7. und 8. Juli findet in Belgrad die Konferenz der Parlamentspräsidenten der EU-Beitrittskandidaten statt.

Stefanchuks Besuch ist aus mehreren Gründen wichtig für die ukrainisch-serbischen Beziehungen. Erstens handelt es sich um einen hochrangigen parlamentarischen Kontakt vor dem Hintergrund der europäischen Integration beider Länder. Die Ukraine und Serbien streben formell die EU-Mitgliedschaft an.

Zweitens versucht Belgrad in den letzten Monaten, in den Beziehungen zu Kiew eine aktivere parlamentarische Linie zu verfolgen. Im November 2025 besuchte Ana Brnabić die Ukraine und traf sich in Kiew mit Stefanchuk. Damals diskutierten die Seiten über die interparlamentarische Zusammenarbeit, die europäische Integration sowie Energie- und humanitäre Hilfe, und Brnabić erklärte, dass Serbien den europäischen Weg der Ukraine unterstütze.

Für Serbien ist der Besuch der ukrainischen Parlamentspräsidentin eine Gelegenheit, Brüssel zu zeigen, dass Belgrad sich an der gesamteuropäischen parlamentarischen Agenda beteiligt und die Dialogkanäle mit Kiew aufrechterhält. Für die Ukraine ist es eine Chance, die Zusammenarbeit mit der serbischen politischen Klasse nicht nur über die Regierung, sondern auch über das Parlament, Expertenkreise und die europäische Integrationsagenda zu verstärken.

Der praktische Inhalt des Treffens könnte über das Protokoll hinausgehen: Die Ukraine und Serbien könnten gemeinsame Projekte, die Angleichung der Gesetzgebung an die EU, den Wiederaufbau der Ukraine, humanitäre Projekte, Energie, Bildung, Geschäftskontakte sowie die Rolle der Parlamente bei der Förderung des bilateralen Dialogs erörtern.

Ein weiterer Hintergrund des Besuchs war die Belebung des wirtschaftlichen Dialogs zwischen den beiden Ländern. Im Mai fand in Belgrad unter Beteiligung der ukrainischen und der serbischen Industrie- und Handelskammer ein serbisch-ukrainisches Wirtschaftsforum statt.

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