Wie der Serbische Ökonom berichtet, haben die Ukraine und Serbien vereinbart, ihre Zusammenarbeit im Bereich der Tiergesundheit und Lebensmittelsicherheit auszubauen, was zur Beseitigung veterinärrechtlicher und hygienischer Handelshemmnisse im gegenseitigen Handel mit Agrarprodukten beitragen könnte.
Das entsprechende Memorandum of Understanding wurde am 8. August in Belgrad während des offiziellen Besuchs des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Serbien unterzeichnet.
Die praktische Bedeutung der Vereinbarung für die Wirtschaft könnte in der weiteren Harmonisierung von Veterinärbescheinigungen, hygienischen Anforderungen und Kontrollverfahren liegen, die für den Handel mit Lebensmitteln sowie Erzeugnissen tierischen und pflanzlichen Ursprungs zwischen den beiden Ländern erforderlich sind.
Serbien ist daran interessiert, die Einfuhren von Soja, Sojaschrot, Leinsamen und anderen landwirtschaftlichen Erzeugnissen aus der Ukraine zu steigern. Serbische Unternehmen prüfen ihrerseits Möglichkeiten, die Lieferungen von Saatgut, Obstbaumsetzlingen, Babynahrung und anderen Produkten auf den ukrainischen Markt zu erhöhen.
Die Unterzeichnung des Abkommens fiel mit der Intensivierung der Verhandlungen zwischen der Ukraine und Serbien über die Schaffung einer Freihandelszone zusammen.
Im Mai 2026 nahmen die Parteien nach einer langen Pause die Verhandlungen über ein entsprechendes Abkommen offiziell wieder auf. Die Ukraine ist derzeit das einzige europäische Land, mit dem Serbien kein Freihandelsabkommen unterhält.
Im Jahr 2025 belief sich der Warenumsatz zwischen den beiden Ländern auf rund 442 Mio. US-Dollar. Serbien exportierte Waren im Wert von etwa 203 Mio. US-Dollar in die Ukraine, die Ukraine nach Serbien im Wert von 239 Mio. US-Dollar.
Bereits im ersten Quartal 2026 erreichte der gegenseitige Handel 152,8 Mio. US-Dollar, wobei sich die serbischen Exporte in die Ukraine deutlich beschleunigten.
Die Kombination aus dem künftigen Freihandelsabkommen und der Vereinfachung der veterinär- und hygienerechtlichen Verfahren könnte das Warensortiment, mit dem die Ukraine und Serbien handeln, potenziell deutlich erweitern.
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