Business news from Ukraine

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„Centravis“ verzeichnete in den ersten neun Monaten einen Nettoverlust von 137,2 Mio. UAH

5 November , 2026  

Die PrJSC „Centravis Production Ukraine“ (Centravis Production Ukraine, Nikopol, Oblast Dnipropetrowsk), die zur Holding Centravis Ltd. gehört, verzeichnete nach den Geschäftsergebnissen für Januar bis September dieses Jahres einen Nettoverlust in Höhe von 137,198 Mio. UAH, während im gleichen Zeitraum des Vorjahres noch ein Nettogewinn von 158,111 Mio. UAH erzielt worden war.
Laut dem Zwischenbericht des Unternehmens, der der Agentur „Interfax-Ukraine“ vorliegt, belief sich der Verlust im dritten Quartal auf 74,387 Mio. UAH.
In diesem Zeitraum stieg der Nettoumsatz aus dem Verkauf von Waren um 2 % auf 4 Mrd. 41,663 Mio. UAH, davon entfielen im dritten Quartal 1 Mrd. 34,852 Mio. UAH.
Der ungedeckte Verlust belief sich Ende September auf 880,251 Mio. UAH.
In dem Bericht wird festgestellt, dass der alleinige Aktionär des Unternehmens im dritten Quartal 2026 den Beschluss gefasst hat, die PrJSC „Centravis Production Ukraine“ durch Umwandlung in eine GmbH aufzulösen. Dieser Beschluss zielt auf die Optimierung der Unternehmensführung, die Vereinfachung der Unternehmensabläufe und die Senkung der Verwaltungskosten ab, die mit der Organisation und Rechtsform einer Aktiengesellschaft verbunden sind. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts befindet sich das Umwandlungsverfahren gemäß den Anforderungen der ukrainischen Gesetzgebung in der Umsetzungsphase.
Zudem wird darauf hingewiesen, dass die EU ab dem 1. Juli 2026 gemäß der Verordnung (EU) 2026/1384 Zollkontingente für Stahlimporte anwendet; für Einfuhren, die das Kontingent überschreiten, wird ein Zollsatz von 50 % erhoben. In der Kategorie 22 (nahtlose Rohre aus rostfreiem Stahl), zu der die Hauptprodukte des Unternehmens gehören, wurde der Ukraine ein separates Kontingent von 6.524 t pro Jahr zugeteilt, das vierteljährlich aufgeteilt wird.
Um die Auswirkungen der Kontingente zu mindern, überwacht das Unternehmen täglich die Kontingentauslastung anhand der TARIC-Daten und plant gemeinsam mit den Kunden den Zeitplan für Versand und Zollabfertigung. In neuen Verträgen wendet das Unternehmen die Incoterms-Bedingungen DAP oder FCA anstelle von DDP an, bei denen der Käufer als Anmelder und Zahler der Einfuhrzölle fungiert. Zudem sieht das Unternehmen in neuen Verträgen das Recht vor, die Lieferung ohne Vertragsstrafen auf das nächste Quartal zu verschieben.
Mittelfristig baut das Unternehmen seinen Absatz auf Märkten außerhalb der EU aus, insbesondere im Nahen Osten und auf den amerikanischen Märkten; im Jahr 2026 erhielt es die API-5CRA-Zertifizierung für den Öl- und Gassektor. Parallel dazu setzt sich das Unternehmen direkt, über die ukrainische Regierung und Branchenverbände für die Wiederherstellung der Quote für die Ukraine auf das Niveau von 2021 ein, insbesondere im Rahmen der neuen länderbezogenen Quotenzuteilung, die ab dem 1. Januar 2027 erwartet wird.
„Das Unternehmen modelliert verschiedene Finanzszenarien: Export im Rahmen der Quote, Export über die Quote hinaus mit einem Zollsatz von 50 % sowie eine Neuausrichtung auf andere Märkte. Diese Szenarien sowie die Auswirkungen des Mechanismus zur Anpassung der CO₂-Emissionen an der Grenze (CBAM) sind im Haushalt für 2027 berücksichtigt: Ab Februar 2027 werden Importeure in die EU CBAM-Zertifikate für Einfuhren im Jahr 2026 erwerben. Das Unternehmen bewertet die Auswirkungen der Szenarien auf das Umlaufvermögen, insbesondere im Hinblick auf die Sicherstellung der Zollzahlung, die der EU-Zoll in Form einer Kaution verlangt, sobald 90 % der Quote ausgeschöpft sind, sowie im Hinblick auf die Überprüfung auf Wertminderung von Vermögenswerten“, heißt es in dem Bericht.
Wie berichtet, verzeichnete „Centravis“ im ersten Quartal 2026 einen Nettoverlust in Höhe von 61,012 Mio. UAH, während im gleichen Zeitraum des Vorjahres ein Nettogewinn von 210,208 Mio. UAH erzielt wurde. In diesem Zeitraum stieg der Nettoumsatz aus dem Verkauf von Waren auf 1 Mrd. 419,990 Mio. UAH, gegenüber 1 Mrd. 255,258 Mio. UAH im ersten Quartal 2025.
„Centravis“ verzeichnete im ersten Halbjahr einen Nettoverlust von 62,811 Mio. UAH, während im gleichen Zeitraum des Vorjahres ein Nettogewinn von 133,693 Mio. UAH erzielt wurde. Der Nettoumsatz stieg um 11,3 % auf 3 Mrd. 6,811 Mio. UAH.
Dem Jahresbericht zufolge verringerte „Centravis“ im Jahr 2025 den Nettogewinn auf 154,094 Mio. UAH gegenüber 310,045 Mio. UAH im Jahr 2024; der Nettoumsatz aus dem Verkauf von Waren sank auf 5 Mrd. 519,669 Mio. UAH gegenüber 5 Mrd. 226,606 Mio. UAH. Dabei beliefen sich die Umsatzerlöse in der Ukraine im Jahr 2025 auf 202,149 Mio. UAH.
„Centravis“ wurde im Jahr 2000 gegründet und gehört zu den zehn größten Herstellern nahtloser Edelstahlrohre weltweit. Die Hauptproduktionsstätten des Unternehmens befinden sich in Nikopol (Oblast Dnipropetrowsk). Im Jahr 2023 wurde eine Niederlassung des Unternehmens in Uschhorod eröffnet.
Die Holding Centravis Ltd. wurde auf der Grundlage der AG „Nikopoler Werk für rostfreie Rohre“ sowie der Dienstleistungs- und Handelsunternehmen der GmbH „Produktions- und Handelsunternehmen „YUVIS“ gegründet. Zu den Aktionären gehören Mitglieder der Familie Atanasov.
Nach Angaben der Nationalen Wertpapieraufsichtsbehörde (NDU) vom August, Stand 3. November 2026, befinden sich 100 % der Anteile an der PrAT „Centravis Production Ukraine“ im Besitz von Centravis SA (Centravis AG, Centravis Ltd, Schweiz).
Das gezeichnete Kapital der PrJSC beträgt 206,895 Mio. UAH, der Nennwert einer Aktie beträgt 1 UAH.

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