Wie Interfax-Ukraine berichtet, schließt die Architektur des Einheitlichen Waffenregisters (EWR) jegliche „Grauzonen“ oder nicht zertifizierte Anbindungen von Drittanbietersoftware aus. Das Ziel des EWR ist es, den Bürgern einen modernen Service zu bieten und dem Staat eine zuverlässige Kontrolle zu bieten, betont der Direktor des staatlichen Unternehmens „Infotech“, Maksym Khimchenko.
In einem Exklusivinterview mit der Agentur „Interfax-Ukraine“ erklärte Chimchenko, dass das Waffenregister eines der Systeme sei, das ständig weiterentwickelt werde.
Nach Angaben des Direktors von „Infotech“ wurde dem Register bei seiner Einführung im Jahr 2023 eine grundlegend andere Basis gelegt.
„Wir sahen uns mit einer enormen Menge an verstreuten Daten konfrontiert, die sich über Jahrzehnte hinweg in verschiedenen Formaten angesammelt hatten. Wir haben eine titanische Arbeit geleistet: Wir haben diese Daten vereinheitlicht und einen elektronischen Klassifikator für Waffen, Munition und Sprengstoffe (WMS) erstellt“, betonte Chimchenko.
Er erklärte, dass nun jede Einheit über ein klares digitales Profil verfügt, was Manipulationen, wie sie bei der alten „manuellen“ Verwaltung typisch waren, unmöglich macht.
Der Direktor von „Infotech“ merkte an, dass die Schaffung eines verzweigten Systems von Arbeitsbereichen im ERZ die Philosophie der Interaktion verändert habe. „Heute ist das ERZ ein einheitliches Ökosystem, in dem jeder Teilnehmer über einen eigenen geschützten Arbeitsbereich verfügt – die Architektur schließt von Anfang an die Möglichkeit jeglicher ‚Grauzonen‘ oder nicht zertifizierter Anbindungen von Drittanbietersoftware aus“, merkte er an.
Chimchenko fügte hinzu: „Dies ist unser eigenes Produkt, bei dem der Weg der Waffe vom Geschäft zum Besitzer vollständig transparent ist. Unser Ziel ist es, den Bürgern einen modernen Service und dem Staat eine eiserne Kontrolle zu bieten.“
Er wies darauf hin, dass der Weg zur Verschärfung der Vorschriften und zur Schaffung eines eigenen geschlossenen Ökosystems der einzig richtige für die nationale Sicherheit gewesen sei.
In Bezug auf das Feedback zur Arbeit des Waffenregisters merkte der Direktor von „Infotech“ an, dass das Innenministerium einen offenen Dialog mit den Marktteilnehmern führe.
„Sie äußern ihre Bedürfnisse und Anmerkungen, woraufhin wir diese gemeinsam ausarbeiten, Anforderungen formulieren, eine funktionale Spezifikation erstellen und zur technischen Umsetzung und Einführung übergehen“, erklärte Khimchenko.
Das staatliche Unternehmen „INFOTECH“ ist Betreiber und Entwickler digitaler Systeme des Innenministeriums und gewährleistet deren Erstellung, Betrieb und Support rund um die Uhr.
https://interfax.com.ua/news/general/1162589.html