Das Wirtschaftsgericht der Oblast Lemberg hat die Aktiengesellschaft „Ölraffineriekomplex ‚Galizien‘“ (Ölraffineriekomplex Drohobych) mit einer Gesamtforderung der Gläubiger von über 18 Mrd. UAH für insolvent erklärt und ein Liquidationsverfahren eröffnet, wie aus dem Gerichtsbeschluss vom 25. Juni 2026 hervorgeht, der im Einheitlichen staatlichen Register für Gerichtsentscheidungen veröffentlicht wurde.
„Die AG ‚Ölraffineriekomplex Galizien‘ wird für insolvent erklärt und das Liquidationsverfahren eröffnet. Die Frist für die Durchführung des Liquidationsverfahrens wird auf zwölf Monate festgesetzt“, heißt es in dem Dokument.
Die Gerichtsverhandlung ist für den 22. September 2026 angesetzt und findet in den Räumlichkeiten des Wirtschaftsgerichts der Oblast Lemberg statt.
Gemäß dem Gerichtsbeschluss geht die Kontrolle über die NPK „Galizien“, deren Gesamtverschuldung 18 Mrd. UAH übersteigt, auf den Gläubigerausschuss über, dem die staatlichen Unternehmen AG „Ukrnafta“ und AG „Ukrtatnafta“ angehören.
Das Gericht kam zu dem Schluss, dass sich der Finanz- und Vermögenszustand des Komplexes in einem kritischen Zustand befindet, da seine Geschäftstätigkeit in den letzten Jahren tief in den roten Zahlen lag. Insbesondere beliefen sich die Verluste des Unternehmens zum Jahresende 2024 auf fast 7 Mrd. UAH, im Jahr 2025 auf über 3,46 Mrd. UAH, und die Lücke bei den Vermögenswerten zur Deckung der Schulden beträgt über 15,2 Mrd. UAH.
Der NPK „Galizien“ in Drohobych gilt als Vermögenswert von Ihor Kolomojskyi und seinen Geschäftspartnern und steht seit 2023 unter Beschlagnahme.