Die staatliche Oschchadbank hat im System „Prozorro.Prodaži“ eine Forderung gegen die ESU GmbH, die 92,79 % der Anteile an der AG „Ukrtelecom“ hält, mit einem Startpreis von 2,65 Mrd. UAH zur Versteigerung angeboten, wie die Bank am Freitag mitteilte.
Der Forderungsanspruch entstand aus einem Wertpapierkaufvertrag vom 25. April 2013, wonach die Oschadbank 2 Millionen Anleihen der „ESU“ mit einem Gesamtnennwert von 2 Mrd. UAH erworben hatte.
Die Auktion ist für den 6. Oktober um 12:55 Uhr geplant, die Angebotsfrist endet am 5. Oktober um 20:00 Uhr. Die Auktion wird nach dem englischen Modell mit Preiserhöhung durchgeführt.
Der Startpreis des Loses beträgt 2,65 Mrd. UAH ohne Mehrwertsteuer, die Mindestschrittweite für die Preiserhöhung beträgt 1 % bzw. 26,45 Mio. UAH, die Sicherheitsleistung beträgt 5 % bzw. 132,27 Mio. UAH.
Zur Teilnahme an der Auktion zugelassen sind Banken und andere Finanzinstitute, die gemäß den gesetzlichen Bestimmungen berechtigt sind, Mittel und Bankmetalle als Kredit zu vergeben.
Sollte die englische Auktion nicht stattfinden, kann die Oschadbank das Forderungsrecht anschließend in einer holländischen Auktion mit Senkung des Startpreises zum Verkauf anbieten.
Wie bereits berichtet, hatte die Oschadbank bereits im November 2022 die Forderungen gegenüber „ESU“ über OpenMarket (Staatliches Unternehmen „SETAM“ des Justizministeriums) mit einem Startpreis von 1,82 Mrd. UAH zum Verkauf angeboten; die Auktion fand jedoch mangels zugelassener Bieter nicht statt.
Der Staatliche Vermögensfonds der Ukraine verkaufte Anfang 2011 im Anschluss an eine im Herbst 2010 ausgeschriebene Ausschreibung 92,79 % der Anteile an „Ukrtelecom“ an die ukrainische Tochtergesellschaft der österreichischen EPIC – die „ESU“ GmbH – für 10,58 Mrd. UAH. Die „SKM“-Gruppe des ukrainischen Unternehmers Rinat Achmetow erwarb „ESU“ im Jahr 2013.
Im Jahr 2024 eröffnete das Wirtschaftsgericht Kiew ein Insolvenzverfahren gegen die „ESU“ LLC.