Business news from Ukraine

Business news from Ukraine

Die Ukraine hat ihre Schweinefleischimporte im Jahr 2025 um das 15-Fache gesteigert

17 April , 2026  

Nach Angaben des Ukrainischen Agrarwirtschaftsclubs (UKAB) unter Berufung auf Zollstatistiken importierte die Ukraine im Jahr 2025 insgesamt 30,8 Tausend Tonnen Schweinefleisch, was dem 15-Fachen des Vorjahreswertes entspricht.

„Der starke Anstieg der Importe war eine logische Reaktion des Marktes auf den Mangel an heimischen Rohstoffen. Der Rückgang des Viehbestands und die Eskalation der Kampfhandlungen im Osten des Landes zwangen viele Betriebe zur Schließung, was zu einem Anstieg der Preise für ukrainisches Schweinefleisch führte. Gleichzeitig machte der Rückgang der Fleischpreise auf den Außenmärkten im Sommer Importlieferungen wirtschaftlich attraktiver, um die Binnennachfrage zu stabilisieren“, so die Experten.

Nach Angaben von Analysten belief sich die Gesamtproduktion von Schweinefleisch im Land im Jahr 2025 auf 606.000 Tonnen, was 10 % weniger als im Jahr 2024 und 11 % unter dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre liegt. Der Gesamtbedarf für den Binnenverbrauch wird dabei auf 648.000 Tonnen geschätzt.

Der Schweinebestand in der Ukraine ist bis Ende 2025 auf 4,5 Millionen Tiere geschrumpft, was einem Rückgang von 12 % gegenüber 2024 entspricht. Der Großteil des gewerblichen Bestands (64 %) konzentriert sich auf Spezialbetriebe – 2,9 Millionen Tiere –, während in privaten Haushalten 1,6 Millionen Tiere gehalten werden.

„Die Branche arbeitet weiterhin unter äußerst schwierigen Bedingungen. Neben den Kriegsrisiken belastet die steigende Selbstkostenpreisentwicklung die Produzenten. Unter diesen Umständen wächst der Anteil preislich wettbewerbsfähigerer Importe, obwohl die aktuellen Liefermengen immer noch um 25 % hinter den Werten von 2023 zurückbleiben“, betonte die UCAB.

Die Exportmärkte bleiben begrenzt: Im Jahr 2025 lieferte die Ukraine nur 2,2 Tausend Tonnen Fleisch (-26 %) auf die Außenmärkte. Die Hauptabnehmer sind Länder des Nahen Ostens (48,1 %) und Asiens (23,6 %). Der Anteil der Lieferungen in afrikanische Länder und Staaten Südostasiens beträgt insgesamt etwa 17 %.

Wie berichtet, prognostizieren Experten des Agrarsektors, dass die Erholung der Schweinehaltungsbranche auf das Vorkriegsniveau nicht nur eine Stabilisierung der Sicherheitslage, sondern auch die Einführung staatlicher Förderprogramme zur Wiederherstellung des industriellen Bestands in den befreiten Regionen erfordern wird.

,