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In Montenegro stehen mehr als 160.000 Wohnungen leer oder werden nur saisonal genutzt

9 April , 2026  

Wie Serbischer Ökonom berichtet, werden in Montenegro mehr als 160.000 Wohnungen nicht als Dauerwohnsitz genutzt: Laut der Volkszählung von 2023 gab es im Land 392.909 Wohneinheiten, von denen 89.083 saisonal genutzt wurden und 71.204 als vorübergehend leer stehend oder verlassen galten. Somit beläuft sich die Gesamtzahl solcher Wohnungen auf über 160.000 Objekte.

Auf dieses Ungleichgewicht hat der Mieterverband von Montenegro hingewiesen. Die Organisation erklärte, dass bei einem derart großen Bestand an leerstehenden und saisonal genutzten Wohnungen Zehntausende von Familien in einer prekären Mietlage bleiben, oft ohne formelle Verträge und ohne Rechtsschutz. Der Verband warnte zudem vor einem weiteren Anstieg der Miet- und Immobilienpreise, solange die große „Grauzone“ auf dem Markt bestehen bleibt.

Für die Wirtschaft Montenegros bedeutet dies, dass sich der Wohnungsmarkt immer stärker von der Funktion des dauerhaften Wohnens entfernt und zunehmend der saisonalen Nachfrage, dem Tourismus und Investitionsmodellen der Immobiliennutzung dient.

Dieses Problem überlagert sich zudem mit dem anhaltenden Zustrom von Ausländern. Nach Angaben, die zuvor unter Berufung auf das montenegrinische Innenministerium genannt wurden, lebten am 10. September 2025 100.867 ausländische Staatsbürger im Land, darunter 71.250 mit befristeter und 29.617 mit unbefristeter Aufenthaltsgenehmigung.

Unter den Inhabern einer befristeten Aufenthaltsgenehmigung bildeten Staatsangehörige aus Serbien – etwa 24.538 Personen –, Russland – 21.153 – und der Türkei – 13.396 – die größten Gruppen.

Was den Arbeitsmarkt im Jahr 2025 betrifft, so erteilte Montenegro 40.567 Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigungen an Ausländer aus 107 Ländern. Die größte Gruppe bildeten hier türkische Staatsbürger – 10.346 Genehmigungen –, gefolgt von serbischen Staatsbürgern – 8.148 – und russischen Staatsbürgern – 7.429. Zu den weiteren nennenswerten Gruppen gehörten Staatsbürger aus Aserbaidschan, Albanien, Bosnien und Herzegowina sowie dem Kosovo.

Ukrainer bleiben eine der wichtigsten ausländischen Gruppen im Land, obwohl ihr Status teilweise unter den vorübergehenden Schutz und nicht unter die übliche Aufenthaltsgenehmigung fällt. Nach Angaben der montenegrinischen Regierung wurde der vorübergehende Schutz für Personen aus der Ukraine bis zum 4. März 2027 verlängert. Zuvor wurde in Berichten unter Berufung auf das montenegrinische Innenministerium angegeben, dass sich am 1. Juni 2024 5.000 ukrainische Staatsbürger unter vorübergehendem Schutz befanden.

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