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Pilze können den Cholesterinspiegel moderat senken – Studie

9 Februar , 2026  

Die Behauptung, dass Pilze zur Senkung des Cholesterinspiegels beitragen, entspricht im Großen und Ganzen der wissenschaftlichen Logik, erfordert jedoch wichtige Präzisierungen: Die Wirkung hängt von der Pilzart, der Ernährung insgesamt und der individuellen Verträglichkeit ab, und die Evidenzbasis bei Menschen ist bislang begrenzt.

Anlass für die Diskussion war ein Kommentar eines Gastroenterologen, in dem es heißt, dass das in Pilzen enthaltene Chitin den Cholesterinspiegel senken kann, indem es Nahrungsfette bindet und deren Aufnahme im Darm verringert. In der Praxis werden die Mechanismen häufiger anhand der Ballaststoffe von Pilzen im Allgemeinen beschrieben, einschließlich Beta-Glucanen und chitinähnlichen Bestandteilen: Ballaststoffe können Gallensäuren und Teile von Lipiden im Darm binden und deren Ausscheidung erhöhen, wodurch der Körper mehr Cholesterin für die Synthese neuer Gallensäuren verbrauchen kann.

Die Daten zu Pilzen weisen auf ein Potenzial hin, garantieren jedoch keine starke Wirkung bei jedem Menschen. So wird in einem Überblick in der Zeitschrift Food & Function (RSC, 2024) festgestellt, dass Champignons (A. bisporus) und einige andere Pilze in Verdauungsmodellen die Fähigkeit zeigen, Gallensäuren zu binden, die klinischen Daten jedoch begrenzt und uneinheitlich sind. In derselben Übersicht werden Studien erwähnt, in denen der tägliche Verzehr von etwa 150–200 g frischen Champignons oder Austernpilzen mit einer Senkung des Gesamt- und/oder LDL-Cholesterinspiegels in Verbindung gebracht wurde.

Dabei sind Pilze nicht nur wegen ihres potenziellen Einflusses auf die Lipide wertvoll. Sie liefern in der Regel Ballaststoffe und eine Reihe von Mikronährstoffen (B-Vitamine, Selen, Kupfer, Kalium) für die Ernährung, und der Vitamin-D-Gehalt in Pilzen steigt durch UV-Behandlung deutlich an.

Die These, dass Pilze „besser nicht“ zusammen mit Kartoffeln, Brot oder Hülsenfrüchten gegessen werden sollten, ist wissenschaftlich nicht eindeutig als allgemeingültige Regel bestätigt. Häufiger liegt das Problem woanders: Pilze enthalten Mannitol (FODMAP-Gruppe, Polyole), das bei manchen Menschen, insbesondere bei Reizdarmsyndrom, zu vermehrter Gasbildung und Blähungen führen kann. Wenn man zu Pilzen eine große Portion stärkehaltiger Lebensmittel oder Hülsenfrüchte hinzufügt, kann die Gesamtbelastung für die Verdauung steigen und es kommt eher zu Beschwerden, aber das ist eine Frage der individuellen Verträglichkeit und der Portionsgrößen und kein Verbot.

Praktische Schlussfolgerung: Pilze können als nützlicher Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung und als eine Quelle für Ballaststoffe betrachtet werden, aber „Cholesterin mit Pilzen zu behandeln” ist nicht empfehlenswert. Bei erhöhtem Cholesterinspiegel bleiben das allgemeine Ernährungsprofil, körperliche Aktivität und die Empfehlungen des Arztes (einschließlich der Therapie, falls erforderlich) entscheidend.

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