Die Nationale Anwaltsvereinigung der Ukraine (NAAU) veranstaltete eine Preisverleihung für die Gewinner des landesweiten Wettbewerbs für studentische Rechtsinitiativen „Neue Ukraine: Der Sicherheitsvertrag aus der Sicht junger Juristen“.
Wie die NAAU der Agentur INTERFAX-UKRAINE mitteilte, widmete sich der Wettbewerb der Ausarbeitung studentischer Entwürfe für einen völkerrechtlichen Vertrag für die Ukraine nach Kriegsende. Organisiert wurde er vom Zentrum für Rechtsinformation, berufliche Weiterbildung und Expertenforschung des Juristischen Instituts der KNEU namens V. Hetman gemeinsam mit dem Jugendausschuss der UNAU – UNBA NextGen.
Den ersten Platz belegte die Studentin der Taras-Schewtschenko-Universität Kiew, Anzhelika Iwanitska. Ihre Arbeit wurde für ihr hohes juristisches Niveau, ihre Struktur und ihre dogmatische Tiefe ausgezeichnet.
Den zweiten Platz belegte Iryna Yevdchenko von derselben Hochschule – für ihre innovative konzeptionelle Architektur, insbesondere die Idee einer digitalen Botschaft und des 24/72-Algorithmus.
Der dritte Platz ging an Anna Korniash von der Nationalen Rechtsuniversität „Yaroslav Mudryi“.
Einen Sonderpreis der Organisatoren erhielt der Student des Instituts „Odessa Law Academy“ in Iwano-Frankiwsk, Yevhen Zhurakovsky, für eine originelle rechtsgestaltende Idee, insbesondere den Mechanismus der unvollständigen Sitzung und den Ansatz zur Rechtsnachfolge bei Verpflichtungen.
Die Gewinner erhielten Geldpreise in Höhe von 50.000 bis 200.000 UAH. Der Preisfonds wurde von den Anwaltskanzleien Barristers und DGRAVITY LEGAL bereitgestellt.

Die Arbeiten der Gewinner werden in diplomatischen Kreisen präsentiert, insbesondere unter Beteiligung von Vertretern des Europarats, sowie auf Ebene staatlicher Institutionen, die mit Fragen der internationalen Verantwortung für von der Russischen Föderation gegen die Ukraine begangene Verbrechen befasst sind.
Während der Zeremonie betonte Oleksii Shevchuk, Leiter des Zentrums für Rechtsinformation der KNEU namens V. Hetman, dass eine solche Initiative zum ersten Mal in der Ukraine durchgeführt wird und ihre Teilnehmer faktisch Pioniere in einem neuen Format der Einbindung von Studierenden in die Rechtsgestaltung im Bereich der nationalen Sicherheit und des Völkerrechts geworden sind.
„Es ist wichtig, dass talentierte junge Menschen nicht nur im Ausland nach Möglichkeiten zur beruflichen Weiterentwicklung suchen, sondern sich auch in der Ukraine verwirklichen können. Genau deshalb planen die Organisatoren, den Wettbewerb jährlich durchzuführen“, sagte er.
Schewtschuk wies die Studierenden auch auf die praktische Bedeutung der Teilnahme am Wettbewerb hin. Seinen Worten zufolge könne der Sieg im landesweiten Wettbewerb zur Ausarbeitung eines Sicherheitsabkommens für junge Juristen ein wichtiger Bestandteil ihres beruflichen Portfolios und ein erster Schritt zur Arbeit in internationalen Rechtsinstitutionen sein.
Die Gewinner bedankten sich bei den Organisatoren für die Möglichkeit, ihre eigenen Ideen zu präsentieren. Insbesondere A. Iwanitska merkte an, dass sie während ihres Studiums mit den Schwerpunkten Gesetzgebung und Rechtsgestaltung nach einer Möglichkeit gesucht habe, sich gerade in einem solchen Format zu beweisen. E. Zhurakovsky erklärte, dass er bei der Ausarbeitung des Vertragsentwurfs versucht habe, auf Mechanismen des Völkerrechts zurückzugreifen, die bereits vor dem Zweiten Weltkrieg existierten, und zu prüfen, wie diese unter den heutigen Bedingungen funktionieren könnten.
Zum Abschluss der Zeremonie riefen die Organisatoren die Studierenden dazu auf, sich nicht auf die Wettbewerbsarbeit zu beschränken, sondern weiter zu schreiben, Vorträge zu halten, an beruflichen Initiativen teilzunehmen und solche Möglichkeiten für die weitere Entwicklung in der juristischen Laufbahn zu nutzen.
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