Der Ministerrat der Ukraine hat einen Beschluss über den Start des Pilotprojekts „eFood“ – eines einheitlichen staatlichen elektronischen Systems im Bereich Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz – verabschiedet, wie der Pressedienst der Staatlichen Dienststelle für Lebensmittel- und Verbraucherschutz mitteilte.
Der Mitteilung zufolge zielt die Initiative auf die Digitalisierung von Dienstleistungen und staatlicher Kontrolle ab, was die Prozesse transparenter und für Unternehmen komfortabler machen soll.
„Wir bauen faktisch eine neue Architektur der staatlichen Kontrolle auf. Bei eFood geht es um Schnelligkeit, Transparenz und Vertrauen. Das neue Projekt ist Teil einer systematischen Reform des Staatlichen Dienstes für Lebensmittel- und Verbraucherschutz, die auf die Schaffung eines modernen digitalen Ökosystems abzielt, das den europäischen Standards entspricht“, betonte der Leiter der Behörde, Serhij Tkachuk.
Wie die Leiterin des Amtes für Digitalisierung, Solomiya Starosolska, erklärte, war die Interaktion zwischen Wirtschaft und Staat bisher übermäßig bürokratisiert: Mehr als die Hälfte der Prozesse wurde in Excel-Tabellen abgewickelt, und die Register waren verstreut. Das neue System wird diese Prozesse in einer einzigen logischen Umgebung zusammenführen.
Das „eFood“-Ökosystem wird ein einheitliches Serviceportal, elektronische Benutzerkonten, digitale Profile der Marktteilnehmer, eine Karte zur Investitionsattraktivität der Regionen sowie eine mobile App für Inspektoren mit einer Funktion zur Videoaufzeichnung von Kontrollen umfassen. Die automatische Registrierung von Kapazitäten wird nur noch wenige Stunden dauern, und die Erteilung von Genehmigungen wird statt 30 nur noch 7 bis 15 Tage in Anspruch nehmen. Perspektivisch wird das System bis zu 17 Register zusammenführen und die Erbringung von über 500.000 Dienstleistungen pro Jahr ermöglichen.
Zu Beginn wird „eFood“ neun Schlüsseldienste abdecken, darunter die Registrierung von Betrieben und die Einreichung von Futtermittelmeldungen. Parallel dazu wird das staatliche Register der Marktteilnehmer eingeführt, das den Kern des Systems bilden wird. Das Format des Pilotprojekts ermöglicht es, digitale Ansätze zu testen und die rechtlichen Grundlagen für die vollständige Einführung des Ökosystems zu schaffen.
Die Reform wird im Rahmen der Umsetzung des Assoziierungsabkommens mit der EU und der europäischen Verordnungen zur Lebensmittelsicherheit durchgeführt. Es geht um eine vollständige Integration in das europäische Modell mit Gewährleistung der Rückverfolgbarkeit von Produkten und des digitalen Datenaustauschs.