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Der Krypto-Finanzdienst LemoCard mit Unterstützung von Mastercard und Visa ist auf dem Markt erschienen

Auf dem Markt für Krypto-Finanzdienste ist mit LemoCard ein neues Projekt erschienen, das Nutzern einen Multi-Karten-Service für Zahlungen mit Kryptowährungen und Fiat-Währungen bietet, wie die Projektorganisatoren gegenüber Open4Business mitteilten.

Das Projekt wurde von einem Schweizer und einem kanadischen Unternehmen als Alternative zum traditionellen Bankwesen vor dem Hintergrund der Einführung der neuen europäischen MiCA-Vorschriften zur Regulierung des Kryptomarktes ins Leben gerufen.

Der Dienst ermöglicht es dem Nutzer, sein Guthaben mit Kryptowährung aufzuladen, woraufhin die Mittel automatisch in Fiat-Währung umgewandelt werden, um damit zu bezahlen. Auf diese Weise kann der Kunde digitale Vermögenswerte für alltägliche Zahlungen nutzen und in Handelsketten mit gewöhnlichen Euro oder Griwna bezahlen.

Die Plattform ist rund um die Uhr verfügbar. Außerdem wird ein 24-Stunden-Kundendienst in fünf Sprachen angeboten.

Ein virtuelles Konto lässt sich in wenigen Minuten über Telegram, die offizielle Webversion des Dienstes oder die mobilen Apps für iOS und Android einrichten.

Um das Wallet in vollem Umfang nutzen zu können, müssen Nutzer das standardmäßige KYC-Verfahren zur Identitätsprüfung durchlaufen. Dies ist ein obligatorischer Schritt für Finanzdienstleister, die mit Zahlungskarten und Kryptowährungstransaktionen arbeiten.

Derzeit sind im Dienst zwei Mastercard-Karten in Euro verfügbar. Außerdem unterstützt LemoCard direkte SEPA-Überweisungen zwischen europäischen Konten innerhalb des Systems. In Kürze planen die Entwickler, Visa-Karten in US-Dollar hinzuzufügen.

Als einer der Nachteile des Dienstes wird die Gebühr von 2,5 % für das Aufladen der Karte mit Kryptowährung und der Umrechnung in Euro genannt. Die Projektverantwortlichen behaupten, dass Konkurrenten niedrigere Gebühren oft durch versteckte Kosten ausgleichen.

LemoCard ist mit Apple Pay und Google Pay kompatibel, sodass die Karten für kontaktloses Bezahlen genutzt werden können. Außerdem können Nutzer die Zustellung einer Plastikkarte per Post bestellen.

Der Dienst bietet zudem ein Partnerprogramm mit einem zweistufigen Vergütungssystem. Nutzer können 0,25 % des Finanzumsatzes ihrer Empfehlungen und der von ihnen eingeladenen Nutzer erhalten.

Die Einführung von LemoCard zeigt, dass sich der Markt für Kryptokarten und Kryptofinanzdienstleistungen trotz der verschärften Regulierung in Europa weiterentwickelt. Für Nutzer bieten solche Produkte eine Möglichkeit, ihre Kryptowährungs-Assets mit der gewohnten Zahlungsinfrastruktur von Mastercard und Visa zu verbinden.

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