Die Ukraine wird an der Leipziger Buchmesse teilnehmen, die vom 19. bis 22. März stattfindet, teilt das Ukrainische Buchinstitut (UIK) mit.
„Vom 19. bis 22. März 2026 wird die Ukraine an der Leipziger Buchmesse teilnehmen, einer der wichtigsten europäischen Veranstaltungen im Bereich des Buchwesens. Das ukrainische Programm steht unter dem Motto „Filling in“ und spiegelt das Bestreben wider, historische und kulturelle Lücken in der Wahrnehmung der Ukraine in der Welt zu schließen“, heißt es in der Mitteilung des UIK.
Es wird darauf hingewiesen, dass die Ukraine heute aktiv daran arbeitet, ihre Sichtbarkeit wiederherzustellen, ihre Stimme im europäischen Dialog zurückzugewinnen und historische Gerechtigkeit wiederherzustellen.
„Die ukrainische Literatur, Kunst und Philosophie werden nicht nur weltweit sichtbarer, sondern bereichern den europäischen Kulturdiskurs auch mit neuen Geschichten, Perspektiven und Bedeutungen“, betonte das Institut.
Der Meldung zufolge wird die Ukraine auf der Messe mit einem nationalen Stand D311 vertreten sein, an dem ukrainische Verlage ihre Publikationen präsentieren: „Moja knyzhkova politsia“ (Mein Bücherregal), „Chas majstriv“ (Zeit der Meister), „Vydavnytstvo Staroho Leva“ (Verlag des Alten Löwen), „Chas Zmin Inform“, „Bilka“, der Verlag der Zeitschrift „Pamjatky Ukrainy“ sowie die ukrainisch-deutschen Zeitschriften Dach Magazine und Gel[:b]lau, und Mystetskyi Arsenal wird eine eigene Auswahl an Buchveröffentlichungen präsentieren.
Außerdem finden auf der ukrainischen Bühne Lesungen, Podiumsdiskussionen und Präsentationen statt. Zu den Teilnehmern gehören der Schriftsteller und Soldat Pawlo Matjuscha, die Dichterin und Sanitäterin des freiwilligen Sanitätsbataillons „Hospitaliers“ Olena Herasyuk, die Schriftstellerin Jewgenija Kusnezowa, die Literaturwissenschaftlerin Tamara Gundorowa, der Historiker Sergij Jekeltschik, die Schriftsteller Kateryna Michalisina, Iryna Fingera, Ulrike Almuth Sandig, Michal Gworetsky, Asya Bazdyreva, Kateryna Botanova, Adrian Ivakhiv, Daria Tsymbalyuk, Svitlana Oslavska und andere Autoren und Forscher.
Zu den wichtigsten Veranstaltungen des Programms auf den Bühnen der Leipziger Buchmesse gehören: Eröffnung des ukrainischen Standes „Ukraine. Fillin In” (19. März, 15:15 Uhr) unter Beteiligung von Vertretern der Leipziger Buchmesse, der Bundesregierung, der Stadt Leipzig und kultureller Einrichtungen; Diskussion „Kultur trotz allem” mit dem Philosophen und Publizisten Volodymyr Yermolenko über die Rolle der Kultur in Kriegszeiten; Gespräch „Wenn Alltag Geschichte wird“ mit Ostap Slyvynsky, Olesia Ostrovska-Lyuta und Georgiy Gospodinov über Literatur, Erinnerung und Vergessen; Podiumsdiskussion „Ukrainische feministische Literatur: Stimmen, Texte und Tendenzen“ mit Tamara Hundrova, Roksolana Sviato, Natalky Snyadanko und Gaike Winkel; Veranstaltungen zum Thema Sprache und Identität, darunter das öffentliche Gespräch „Verbreitete Mythen über Sprachen in der Ukraine“ mit der Schriftstellerin Jewgenija Kusnezowa; Diskussionen über Ökologie und Kultur, darunter die Podiumsdiskussion „Wenn die Erde zerstört wird: Geschichten, Bilder und Praktiken ökologischer Zeugnisse”; Diskussionen über historisches Gedächtnis, darunter die Präsentation des Dokumentarromans „Babyn Jar” von Anatolij Kuznetsov unter Beteiligung von Kateryna Mishchenko, Christiane Körner und Serhij Yekelchik; Literarische Performance „Echoes / Відлуння“ von Olena Herasyuk und Pavlo Matyusha, die Poesie und szenische Lesung verbindet.
Wie bereits berichtet, nimmt die Ukraine an der Londoner Buchmesse (The London Book Fair) teil, die vom 10. bis 12. März stattfindet. Am nationalen Stand präsentieren 12 Verlage und eine Literaturagentur ihre Bücher.
Im Jahr 2025 wurde der ukrainische Nationalstand auf der Londoner Buchmesse von 14 ukrainischen Verlagen und Literaturagenturen mit 199 Titeln ukrainischer Veröffentlichungen vertreten.