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Migration bleibt ein entscheidender Faktor für den Erhalt der Bevölkerungszahl in der EU – Eurostat

Eine positive Nettozuwanderung wird laut Prognosen von Eurostat auch in den kommenden Jahrzehnten der wichtigste Faktor bleiben, der den natürlichen Bevölkerungsrückgang in der Europäischen Union teilweise ausgleicht.
Nach Schätzungen von Eurostat werden in der EU im Zeitraum 2025–2100 voraussichtlich 253 Millionen Geburten und 409,8 Millionen Todesfälle verzeichnet, was einem natürlichen Bevölkerungsrückgang von 156,7 Millionen Menschen entspricht. Dabei dürfte die kumulierte Nettozuwanderung im gleichen Zeitraum 103,7 Millionen Menschen hinzufügen, was den demografischen Rückgang teilweise abfedern wird.
Genau aus diesem Grund, wie Eurostat betont, bleibt eine hohe und nachhaltige positive Nettozuwanderung der einzige Faktor für Bevölkerungswachstum in den Ländern, in denen die Einwohnerzahl bis zum Jahr 2100 dennoch zunehmen wird. In einigen Fällen kann Migration die Alterung verlangsamen, da unter Migranten oft ein hoher Anteil an Menschen im erwerbsfähigen Alter zu finden ist.
Gleichzeitig weisen die Statistiker darauf hin, dass die Auswirkungen der Migration nicht eindeutig sind. In einzelnen Ländern kann der Zustrom von Migranten im Rentenalter die Alterung der Bevölkerung im Gegenteil verstärken, und eine negative Nettozuwanderung kann diesen Prozess beschleunigen, wenn jüngere und wirtschaftlich aktive Einwohner das Land verlassen.
Insgesamt wird die Bevölkerung der EU nach dem Basisszenario bis 2029 leicht anwachsen und danach einen allmählichen und zunehmend spürbaren Rückgang verzeichnen, sodass sie bis 2100 398,8 Millionen Menschen erreichen wird, gegenüber 451,8 Millionen im Jahr 2025.
Eurostat betont ausdrücklich, dass es sich hierbei nicht um eine Prognose im engeren Sinne handelt, sondern um ein „Was-wäre-wenn“-Szenario unter Beibehaltung der zugrunde gelegten Annahmen zu Geburtenrate, Sterblichkeit und Migration über den gesamten Berechnungszeitraum.