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Das OFAC hat die Gültigkeit der Lizenz für NIS bis zum 31. Juli verlängert

Wie „Serbischer Ökonom“ berichtet, hat das serbische Unternehmen NIS einen weiteren Monat Zeit erhalten, um ohne operative Einschränkungen seitens der USA zu arbeiten. Das OFAC hat die Gültigkeit der Sonderlizenz des Unternehmens bis zum 31. Juli verlängert, teilte die serbische Ministerin für Bergbau und Energie, Dubravka Jedović-Handanović, mit.

Die vorherige Lizenz galt bis zum 1. Juli. Für Serbien bedeutet dies, dass das wichtigste Ölunternehmen des Landes vorerst seine normale Geschäftstätigkeit fortsetzen wird, einschließlich des Betriebs der Raffinerie in Pančevo und des Tankstellennetzes.

Parallel dazu laufen die Verhandlungen zwischen der ungarischen MOL und „Gazprom Neft“ über den Kauf eines Aktienpakets an NIS. Zuvor wurde berichtet, dass es sich um 56,15 % der Anteile handelt. Für den Abschluss der Transaktion sind zusätzliche Genehmigungen der Aufsichtsbehörden erforderlich, wobei die US-Behörde OFAC weiterhin die wichtigste Rolle spielt.

Serbien und MOL haben bereits eine Aktionärsvereinbarung über die künftige Führung von NIS unterzeichnet. Das potenzielle Modell könnte auch den weiteren Verkauf des Minderheitsanteils von ADNOC aus den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie die Möglichkeit für Serbien vorsehen, seinen Anteil an dem Unternehmen um 5 % zu erhöhen.

Derzeit ist „Gazprom Neft“ mit 44,85 % weiterhin der größte Anteilseigner von NIS, weitere 11,3 % gehören einer von „Gazprom Capital“ verwalteten Struktur. Der serbische Staat hält 29,87 %.

Das Problem bei NIS entstand, nachdem das Unternehmen Anfang 2025 als „Tochtergesellschaft“ von „Gazprom Neft“ in die US-amerikanische SDN-Liste aufgenommen wurde. Präsident Aleksandar Vučić erklärte damals, dass die USA den vollständigen Abzug des russischen Kapitals aus dem Unternehmen forderten.

Für Serbien ist NIS nicht nur ein großes Unternehmen, sondern ein strategischer Vermögenswert. Das Unternehmen ist das einzige im Land, das sich mit der Exploration und Förderung von Kohlenwasserstoffen befasst, besitzt eine Raffinerie in Pančevo mit einer Kapazität von 4,8 Millionen Tonnen pro Jahr und dominiert den Markt für Erdölprodukte. Sein Netz umfasst über 400 Tankstellen in Serbien und den Nachbarländern.

Die Verlängerung der Lizenz bis zum 31. Juli beseitigt zwar das kurzfristige Risiko für den Kraftstoffmarkt, löst aber nicht die zentrale Frage: Wer wird NIS nach dem Abzug des russischen Kapitals kontrollieren und unter welchen Bedingungen wird Serbien seinen Einfluss auf das wichtigste Energieunternehmen des Landes behalten?

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