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In Kosovo wurden die endgültigen Wahlergebnisse bekannt gegeben

Wie „Der serbische Ökonom“ berichtet, belegte die Bewegung „Vetëvendosje“ des amtierenden Ministerpräsidenten Albin Kurti bei den vorgezogenen Parlamentswahlen in Kosovo den ersten Platz, erreichte jedoch keine alleinige Mehrheit im 120-Sitze-Parlament.

Nach Angaben der Zentralen Wahlkommission des Kosovo erzielte „Vetëvendosje“ 47,13 % der Stimmen und erhielt 53 Abgeordnetensitze. Zur Regierungsbildung sind mindestens 61 Sitze erforderlich.

Den zweiten Platz belegte die Demokratische Partei des Kosovo (PDK) mit 19,44 % und 22 Mandaten. Die Demokratische Liga des Kosovo (LDK) erhielt 16,69 % und 18 Sitze, die Allianz für die Zukunft des Kosovo (AAK) 6,74 % und 7 Mandate.

Von den 20 Sitzen, die für nationale Minderheiten reserviert sind, erhielt die Serbische Liste 9 Sitze. Die Demokratische Türkische Partei des Kosovo erhielt 2 Sitze, die übrigen Minderheitensitze verteilten sich auf andere politische Kräfte.

Für Kurti sieht das Ergebnis wie ein Sieg aus, aber nicht wie ein Ausweg aus der politischen Sackgasse. Seine Partei bleibt zwar die stärkste Kraft, doch für eine stabile Regierung benötigt sie die Unterstützung von Minderheitenparteien oder umfassendere Vereinbarungen. Besonders schwierig bleibt die Frage der Präsidentschaftswahl, für die in den ersten Wahlgängen die Anwesenheit von mindestens 80 Abgeordneten erforderlich ist.

Gerade die Frage der Präsidentschaft war der Auslöser der aktuellen Krise. Nach den vorangegangenen Wahlen konnten sich die Parteien nicht auf einen Präsidentschaftskandidaten einigen, das Parlament wurde aufgelöst und im Kosovo kam es zu erneuten vorzeitigen Wahlen. Dies sind bereits die dritten Parlamentswahlen in weniger als anderthalb Jahren.

Für die Wirtschaft der Region ist dies ein wichtiges Signal. Die anhaltende politische Instabilität in Pristina bremst die Arbeit der Institutionen, erschwert den Zugang zu internationalen Finanzmitteln und behindert den Fortschritt in Richtung EU und NATO. Für Serbien bleibt nicht nur die Zusammensetzung der neuen Regierung eine zentrale Frage, sondern auch, ob Pristina zu einem konkreten Dialog über den Norden des Kosovo, die serbischen Gemeinden, den Handel und die Sicherheit bereit sein wird.

Für Belgrad bedeutet Kurti’s Sieg die Beibehaltung einer harten politischen Linie in Pristina. Gerade unter seiner Regierung blieben die Beziehungen zu Serbien angespannt, und die Schritte der kosovarischen Behörden im Norden lösten eine scharfe Reaktion der serbischen Seite sowie Kritik seitens einiger westlicher Partner aus.

Aus wirtschaftlicher Sicht ist die Fortsetzung der Krise im Kosovo für die gesamte Region nachteilig. Die Instabilität verringert die Vorhersehbarkeit für Investoren, erschwert Verkehrs- und Handelsverbindungen, behindert Infrastrukturprojekte und schafft ein politisches Risiko für Unternehmen, die zwischen Serbien, Nordmazedonien, Albanien, Montenegro und der EU tätig sind.

Kosovo erklärte 2008 seine Unabhängigkeit von Serbien, doch Belgrad erkennt diesen Status nicht an und betrachtet Kosovo und Metohija als Teil seines Hoheitsgebiets. Kosovo wurde von den USA und den meisten EU-Ländern anerkannt, ist jedoch aufgrund der Haltung Serbiens und seiner Verbündeten, insbesondere Russlands und Chinas, kein Mitglied der Vereinten Nationen.

Auch eine Reihe großer Länder und EU-Staaten erkennen die Unabhängigkeit des Kosovo nicht an, darunter Russland, China, Indien, Brasilien, Indonesien, die Ukraine, Spanien, Griechenland, Rumänien, die Slowakei, Zypern, Bosnien und Herzegowina sowie Südafrika. Von den 27 EU-Ländern erkennen fünf Kosovo nicht an – Spanien, Griechenland, Rumänien, die Slowakei und Zypern.

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