Wie Serbian Economist berichtet, haben Ungarn und Serbien vereinbart, spätestens am 27. März den Personenverkehr auf der Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke Belgrad-Budapest aufzunehmen, erklärte der ungarische Minister für auswärtige Angelegenheiten und Handel, Péter Szijjártó, in Belgrad.
Auf Fragen zu den Grenzformalitäten, unter anderem im Zusammenhang mit der Einführung des EES-Systems, erklärte Szijjártó, dass die Kontrollen auf ein Minimum reduziert und so organisiert werden sollen, dass sie die Geschwindigkeit des Verkehrs nicht wesentlich beeinträchtigen. Seinen Angaben zufolge werden auf der ungarischen Seite vor dem Grenzübergang Kontrolleure, Polizei und Zollbeamte in den Zug einsteigen, und die Kontrollen werden gemeinsam mit den Kollegen der anderen Seite während der Fahrt durchgeführt.
Die Erklärung erfolgte nach der feierlichen Unterzeichnung von vier Dokumenten im Rahmen der 15. Sitzung der Gemischten Kommission für wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Serbien und Ungarn in der Serbischen Kammer. Insbesondere haben die Parteien ein Paket von Vereinbarungen über die Ausweitung der Zusammenarbeit im Nuklearbereich, die Zusammenarbeit der Handels- und Industriekammern im Rahmen des Széchenyi-Programms in Serbien, ein Memorandum über die fachliche Unterstützung der Verhandlungen über den Beitritt Serbiens zur EU sowie das Protokoll der Sitzung der gemeinsamen Kommission unterzeichnet.
Zuvor hatten die serbischen Behörden mitgeteilt, dass für Personenzüge eine gemeinsame Pass- und Zollkontrolle auf ungarischem Gebiet am Bahnhof Kelebia geplant sei und die Dauer der Verfahren auf etwa 30 Minuten geschätzt werde; die Frage der einzelnen EES-Anforderungen falle in die Zuständigkeit der ungarischen Grenzpolizei.
Die Hochgeschwindigkeitsstrecke Belgrad-Budapest wird für eine Geschwindigkeit von bis zu 200 km/h modernisiert, um die Fahrzeit auf weniger als drei Stunden zu verkürzen. In Serbien wurden zuvor die Abschnitte Belgrad-Novi Sad (2022) und Novi Sad-Subotica (Oktober 2025) in Betrieb genommen. Am 27. Februar wurde auch der Start des Güterverkehrs auf dieser Strecke bekannt gegeben.