Business news from Ukraine

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Die Immobilienpreise in Ungarn sind im Jahr 2025 um 20 % gestiegen

Der ungarische Immobilienmarkt setzte im Jahr 2025 seine Erholung fort, wobei die Preise nominal um 20 % und inflationsbereinigt um 15 % stiegen. Die Zahl der registrierten Transaktionen belief sich auf fast 136.000, und die endgültige Zahl dürfte nach Schätzungen des Ungarischen Zentralamts für Statistik (KSH) 140.000 Transaktionen übersteigen, wie aus dem jüngsten Jahresmarktbericht hervorgeht.

Allerdings hat das KSH bislang noch keine detaillierten Statistiken für das Jahr 2025 veröffentlicht, in denen die Käufer von Wohnimmobilien nach Staatsangehörigkeit aufgeschlüsselt sind. Die letzte verfügbare vollständige Übersicht zeigt, dass ausländische Staatsangehörige im Jahr 2024 in Ungarn 6.600 Wohnimmobilien mit einem Gesamtwert von rund 834 Millionen Euro erworben haben. Das waren 5,2 % mehr Objekte als im Jahr zuvor.

Somit machten Ausländer im Jahr 2024 etwa 5 % aller Immobilientransaktionen in Ungarn aus, und wertmäßig entfielen auf sie 6,4 % des Marktumsatzes. Insgesamt wurden in diesem Jahr im Land rund 131.100 Immobilien verkauft.

Nach einem Rückgang der Aktivität im Jahr 2023 stieg die Zahl der Transaktionen in Ungarn im Jahr 2024 um 25 % – auf 131.100. Im Jahr 2025 setzte sich das Wachstum fort: Zum Zeitpunkt des Datenabschlusses lagen dem KSH Informationen über 135.700 Verkäufe vor, von denen 128.200 auf den Bestandsmarkt und etwa 7.600 auf Neubauten entfielen. Die endgültige Anzahl der Transaktionen wird voraussichtlich 140.000 übersteigen.

Besonders deutlich belebte sich der Markt in der zweiten Jahreshälfte nach dem Start des staatlichen Programms für vergünstigte Wohnungsbaukredite „Home Start“. Im September lag die Zahl der Verkäufe um 47 % höher als im Vorjahr, und im vierten Quartal schätzte das KSH das jährliche Wachstum der Transaktionszahlen auf etwa 10 %.

In Budapest lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Bestandswohnungen im vierten Quartal 2025 bei rund 3.240 Euro.

Der durchschnittliche Verkaufspreis einer Immobilie belief sich auf etwa 184.000 Euro. Plattenbauwohnungen wurden im Durchschnitt für etwa 165.000 Euro verkauft, Einfamilienhäuser für 284.000 Euro.

Der Quadratmeterpreis in der Hauptstadt stieg im Jahresvergleich um 21 %. In einzelnen Segmenten fiel der Anstieg dabei noch höher aus: Plattenbauwohnungen verteuerten sich um etwa 35 %.

Außerhalb der Hauptstadt wurden Ende 2025 unter den Verwaltungszentren die höchsten Preise in Debrecen verzeichnet – rund 2.620 Euro pro Quadratmeter, in Győr – 2.450 Euro, in Veszprém – 2.440 Euro und in Szeged – rund 2.380 Euro pro Quadratmeter.

Obwohl für das Jahr 2025 nahezu vollständige Gesamtstatistiken vorliegen, bezieht sich das zuletzt vom KSH veröffentlichte detaillierte Ranking der Käufer nach Staatsangehörigkeit bislang auf das Jahr 2024.

Ausländische Staatsangehörige erwarben damals 6,6 Tausend Wohnobjekte, was einem Anstieg von 5,2 % gegenüber dem Jahr 2023 entspricht.

Der Gesamtwert der von Ausländern erworbenen Immobilien belief sich auf rund 834 Millionen Euro, was 6,4 % des Umsatzes auf dem ungarischen Wohnungsmarkt entspricht.

Statistik nach den wichtigsten Gruppen von Ausländern im Jahr 2024:

Deutschland – 1.369 Objekte

China – 708

Rumänien – 671

Slowakei – 671

Niederlande – 438

Vietnam – 329

Österreich – 268

Russland – 185

Ukraine – 144

Israel – 137

Die Unterschiede zwischen den Gruppen ausländischer Käufer zeigen sich besonders deutlich in der geografischen Verteilung der Käufe.

Chinesische Staatsbürger tätigten 91,5 % ihrer Transaktionen in Budapest, Vietnamesen 96 % und Russen 84,9 %.

Die Ukrainer konzentrierten sich deutlich weniger auf die Hauptstadt: Nur 39,6 % der von ihnen erworbenen Wohnimmobilien befanden sich in Budapest. Somit entschieden sich die meisten ukrainischen Käufer für andere Städte und Regionen Ungarns.

Die Deutschen konzentrierten sich, trotz ihres ersten Platzes bei der Anzahl der Transaktionen, praktisch nicht auf die Hauptstadt – auf Budapest entfielen nur 8 % ihrer Käufe. Das KSH stellt eine hohe Aktivität deutscher Staatsbürger in kleineren Ortschaften im südlichen und westlichen Donaugebiet fest.

Der durchschnittliche Wert einer von einem ukrainischen Staatsbürger erworbenen Immobilie betrug rund 96.000 Euro, der durchschnittliche Quadratmeterpreis lag bei etwa 1.350 Euro.

In ganz Ungarn machen Ausländer etwa 5 % der Transaktionen aus, in Budapest ist ihr Anteil jedoch deutlich höher. Im Jahr 2024 entfielen 7,8 % der Wohnimmobilienkäufe in der Hauptstadt auf ausländische Staatsbürger sowie 10 % ihres Gesamtwerts.

In den innerstädtischen Bezirken von Pest waren Ausländer an etwa 19 % aller Transaktionen beteiligt und machten wertmäßig rund 26 % des Marktes aus. Besonders auffällig waren hier chinesische und vietnamesische Käufer.

Somit lassen die neuesten offiziellen Statistiken bereits eine Einschätzung des ungarischen Immobilienmarktes für das Jahr 2025 zu: rund 136.000 registrierte Transaktionen mit der Aussicht auf eine Überschreitung der 140.000er-Marke nach der endgültigen Datenauswertung, ein Preisanstieg von 20 % sowie eine weitere deutliche Verteuerung von Wohnraum in Budapest und den meisten Großstädten.

Die Aufschlüsselung der Käufe nach Staatsangehörigkeit für das Jahr 2025 wurde jedoch bislang noch nicht veröffentlicht.

Primärquelle: Ungarisches Zentralamt für Statistik (KSH).

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Die Wahl von András Baka zum Präsidenten Ungarns festigt den politischen Epochenwechsel nach Orbán – Poznii

Das ungarische Parlament hat den ehemaligen Präsidenten des Obersten Gerichtshofs András Baka zum neuen Präsidenten des Landes gewählt. Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt bei der Umgestaltung des politischen Systems Ungarns nach dem Ende der 16-jährigen Regierungszeit von Viktor Orbán.

Für die Kandidatur des 73-jährigen Juristen stimmten am 11. August 140 Abgeordnete, sechs votierten dagegen. Die Vertreter der oppositionellen Fidesz-Partei nahmen aus Protest gegen die vorzeitige Beendigung der Amtszeit des bisherigen Präsidenten Tamás Sulyok nicht an der Abstimmung teil. Baka soll sein Amt offiziell am 19. August antreten.

Die Wahl Bakas hat vor allem politische und institutionelle Bedeutung. Der Präsident Ungarns leitet weder die Regierung noch bestimmt er die Wirtschafts- oder Außenpolitik des Landes. Er kann jedoch als verfassungsrechtliches Gegengewicht zur parlamentarischen Mehrheit und zum Ministerkabinett fungieren. Diese Funktion gewinnt gerade jetzt besondere Bedeutung, da die Tisza-Partei von Ministerpräsident Péter Magyar über eine verfassungsändernde Mehrheit im Parlament verfügt und umfassende Veränderungen an den unter Orbán geprägten Institutionen vornimmt.

Baka fügt sich gut in diese politische Konstruktion ein. Von 1991 bis 2008 war er Richter am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, und 2009 wählte ihn das Parlament zum Präsidenten des Obersten Gerichtshofs Ungarns. Sein Mandat wurde Anfang 2012 vorzeitig beendet, nachdem er die Justizreformen der Orbán-Regierung öffentlich kritisiert hatte. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte stellte später Verletzungen seines Rechts auf Zugang zu einem Gericht und seiner Meinungsfreiheit fest.

Daher hat Bakas Rückkehr in eines der höchsten Staatsämter nach fast 15 Jahren eine eindeutig symbolische Bedeutung. Sie verdeutlicht die Absicht der neuen Staatsführung, sich vom institutionellen Modell der Orbán-Ära zu distanzieren und gleichzeitig die Unabhängigkeit der Justiz zu einem der zentralen Themen der politischen Transformation zu machen.

„Für die ungarische Gesellschaft ist dies deutlich mehr als ein gewöhnlicher Präsidentenwechsel. Nach sechzehn Jahren der Dominanz einer einzigen politischen Kraft wird jede umfassende Umgestaltung staatlicher Institutionen von der Gesellschaft zwangsläufig unterschiedlich wahrgenommen. Für die Befürworter des Wandels bietet sich die Möglichkeit, das System der gegenseitigen Kontrolle und des Machtgleichgewichts wiederherzustellen. Für einen erheblichen Teil der Fidesz-Anhänger kann das Geschehen hingegen wie eine politische Revanche der neuen Staatsführung wirken“, meint Oleksandr Poznii, Experte des Analysezentrums Experts Club sowie Mitbegründer und Direktor des Forschungsunternehmens Active Group.

Nach Ansicht Pozniis wird die Fähigkeit der neuen Institutionen, ihre tatsächliche Unabhängigkeit von der Regierung Péter Magyars unter Beweis zu stellen, zur entscheidenden Bewährungsprobe.

„Bakas wichtigste Aufgabe besteht darin, nicht zum Präsidenten der siegreichen Partei zu werden. Wenn sich das neue Staatsoberhaupt tatsächlich von der Regierung distanzieren und als Schiedsrichter zwischen den verschiedenen politischen Gruppen auftreten kann, wird dies ein wichtiges Signal an die Gesellschaft sein. Andernfalls droht Ungarn nicht der Abbau des bisherigen Modells der Machtkonzentration, sondern lediglich ein Wechsel der politischen Kraft, die dieses Modell kontrolliert“, stellt Poznii fest.

Der Soziologe weist zudem auf die starke politische Polarisierung der ungarischen Gesellschaft hin. In einer solchen Situation wird die Bedeutung des Präsidentenamtes weniger durch den Umfang seiner formellen Befugnisse als durch das Vertrauen bestimmt, das die verschiedenen Bevölkerungsgruppen dem Staatsoberhaupt entgegenbringen.

„In Ländern mit starker politischer Polarisierung können symbolische Institutionen eine wesentlich größere Bedeutung haben, als es der Verfassungstext vermuten lässt. Der Präsident mag weder die Wirtschaft noch die Außenpolitik lenken, aber er kann entweder das Konfliktniveau in der Gesellschaft senken oder umgekehrt zu einem weiteren Teilnehmer dieses Konflikts werden. Deshalb wird der wichtigste Erfolgsmaßstab für Baka nicht die Zahl der blockierten Gesetze sein, sondern die Frage, ob er als Präsident aller Ungarn wahrgenommen werden kann“, betonte Poznii.

Baka selbst erklärte nach seiner Wahl, dass das System der gegenseitigen Kontrolle und des Machtgleichgewichts unter der vorherigen Staatsführung faktisch aufgehört habe zu funktionieren. Er betonte jedoch, dass politische Veränderungen nicht in Rache an den Anhängern der ehemaligen Regierung umschlagen dürften. Außerdem kündigte er an, Bürger mit unterschiedlichen politischen Ansichten vertreten zu wollen.

Ungarn ist eine parlamentarische Republik. Daher liegt das tatsächliche Zentrum der Exekutivgewalt nicht im Präsidentenpalast, sondern bei der Regierung.

Nach dem Grundgesetz Ungarns ist der Präsident das Staatsoberhaupt, verkörpert die Einheit der Nation und soll über das demokratische Funktionieren der staatlichen Institutionen wachen. Gleichzeitig verfügt der Präsident über keine eigene Exekutivgewalt und leitet keine Ministerien.

Dennoch gehen seine Befugnisse über rein zeremonielle Funktionen hinaus. Der Präsident unterzeichnet die vom Parlament verabschiedeten Gesetze und kann ein Gesetz vor der Unterzeichnung einmal zur erneuten Beratung an die Abgeordneten zurückverweisen. Hält er ein Dokument für unvereinbar mit dem Grundgesetz, kann er es dem Verfassungsgericht vorlegen.

Nach den Parlamentswahlen schlägt der Präsident dem Parlament einen Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten vor. Er ernennt außerdem formell die Minister auf Vorschlag des Regierungschefs, nimmt eine Reihe personalpolitischer und repräsentativer Aufgaben wahr und vertritt den ungarischen Staat in den auswärtigen Beziehungen.

Somit kann das Staatsoberhaupt einzelne Entscheidungen der parlamentarischen Mehrheit verzögern oder deren verfassungsrechtliche Überprüfung veranlassen. Den politischen Kurs des Landes kann es jedoch nicht eigenständig bestimmen.

Der Ministerpräsident ist hingegen der faktische Leiter der Exekutivgewalt. Die Regierung ist das wichtigste Organ der Exekutive und der staatlichen Verwaltung, während der Ministerpräsident ihren allgemeinen politischen Kurs bestimmt. Der Ministerpräsident stellt die Regierungsmannschaft zusammen, leitet die Arbeit des Kabinetts und setzt mithilfe der parlamentarischen Mehrheit die wichtigsten haushalts-, wirtschafts-, sozial- und außenpolitischen Entscheidungen durch.

Daher bleibt Péter Magyar die zentrale politische Figur Ungarns. Er kam nach dem Sieg von Tisza bei den Parlamentswahlen im April an die Macht. Die Partei gewann zwei Drittel der Sitze im Parlament und beendete damit Orbáns 16-jährige ununterbrochene Regierungszeit.

Nach seinem Machtantritt begann Magyar, auf einen Wechsel an der Spitze mehrerer staatlicher Institutionen hinzuwirken, die mit dem bisherigen Machtsystem verbunden waren. Eine der auffälligsten Entwicklungen war die vorzeitige Beendigung der Amtszeit von Präsident Tamás Sulyok.

Für die neue Staatsführung besitzt Bakas Wahl wegen seines langjährigen Konflikts mit dem Orbán-System besondere Symbolkraft. Der ehemalige Präsident des Obersten Gerichtshofs kehrt faktisch erst nach der Niederlage jener politischen Kraft auf die höchste Ebene der staatlichen Politik zurück, unter deren Herrschaft er sein Richteramt verloren hatte.

Gleichzeitig entsteht genau hier eines der größten Risiken für das neue politische System Ungarns. Tisza verfügt über eine verfassungsändernde Mehrheit und damit über außergewöhnlich weitreichende Möglichkeiten zur Veränderung von Gesetzen und Institutionen. Die neue Staatsführung muss daher gleichzeitig die unter Orbán geschaffenen Mechanismen abbauen und beweisen, dass sie diese nicht durch ihre eigene parteipolitische Kontrolle ersetzt.

Darin besteht das Paradox der neuen ungarischen Konstruktion: Magyar hat dank seiner parlamentarischen Mehrheit eine außerordentlich starke Stellung erlangt, während Baka die Begrenzung einer übermäßigen Machtkonzentration verkörpern soll.

Für das ukrainische Publikum hat die ungarische Transformation auch außenpolitische Bedeutung. Nach Orbáns Niederlage ist die Haltung Budapests gegenüber der Ukraine weniger konfrontativ geworden. Magyar präsentiert sich jedoch nicht als bedingungsloser Unterstützer Kyjiws und verknüpft einen Teil der bilateralen Fragen weiterhin mit der Lage der ungarischen Minderheit in Transkarpatien.

Das endgültige Kriterium für den politischen Epochenwechsel in Ungarn wird daher nicht nur das Ausscheiden der Amtsträger aus der Orbán-Ära sein, sondern auch die Frage, ob es der neuen Staatsführung gelingt, ein institutionelles System zu schaffen, das unabhängig davon funktionieren kann, welche Partei Parlament und Regierung kontrolliert.

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In Ungarn wurde ein neuer Präsident gewählt

András Baku ist laut ungarischen Medienberichten der neue Präsident Ungarns geworden.
„Am Dienstag wählte das ungarische Parlament den 73-jährigen Juristen und ehemaligen Vorsitzenden des Obersten Gerichtshofs, András Baku, zum neuen Präsidenten des Landes“, heißt es in den Berichten.
Es wird darauf hingewiesen, dass 140 Abgeordnete für seine Kandidatur gestimmt haben, sechs haben sich dagegen ausgesprochen. Vertreter der ehemaligen Regierungskoalition „Fidesz“ – der Christlich-Demokratischen Volkspartei – hatten im Vorfeld angekündigt, sich nicht an der Abstimmung zu beteiligen.
Der neue ungarische Ministerpräsident Péter Magyar hatte nach seiner Wahl im Mai wiederholt seine Absicht bekundet, die ungarischen Staatsorgane zu reformieren; insbesondere forderte er den Rücktritt von Präsident Tamás Szujók. Magyar ist der Ansicht, dass Szujók seiner Rolle nicht gerecht geworden sei und den Interessen des ehemaligen Ministerpräsidenten Viktor Orbán und dessen Regierung gedient habe.
Szujok weigerte sich, sein Amt freiwillig niederzulegen, und erklärte, er sehe dafür weder verfassungsrechtliche noch rechtliche Gründe. Später, im Juli, verabschiedete das ungarische Parlament ein Paket von Verfassungsreformen, in denen unter anderem der Rücktritt des Präsidenten vorgesehen war. Infolgedessen unterzeichnete Szujok letzte Woche die Verfassungsänderungen und trat von seinem Amt zurück.
Magyar schlug die bekannte ungarische Großmeisterin Judit Polgár als neue Präsidentin des Landes vor, doch sie lehnte dieses Angebot ab.
Der Präsident in Ungarn übt hauptsächlich repräsentative Funktionen aus. An der Spitze der Regierung steht der Ministerpräsident.

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Ungarn stellt 9,8 Milliarden Euro für die Modernisierung des Eisenbahnnetzes bereit

Wie „Serbischer Ökonom“ berichtet, plant die ungarische Regierung, bis 2035 3,55 Billionen Forint – das entspricht etwa 9,8 Milliarden Euro – für die Modernisierung des nationalen Eisenbahnnetzes bereitzustellen.

Der ungarische Ministerpräsident Péter Magyar und der Minister für Verkehr und Investitionen, Dávid Vitézi, stellten das Programm am 22. Juli am Bahnhof Rakospalota-Újpest in Budapest vor. Die Regierung bezeichnet es als eines der größten Eisenbahnprojekte in der Geschichte des Landes.

Das Programm ist auf mehrere Phasen angelegt. Zu seinen Hauptzielen gehören die Verbesserung der Zuverlässigkeit des Verkehrs, die Verkürzung der Fahrzeiten, die Sanierung von Gleisen und Bahnhöfen, die Erneuerung des Fahrzeugparks sowie der Ausbau internationaler Bahnstrecken.

Die Behörden beabsichtigen, eine wettbewerbsfähige Bahnanbindung an alle Verwaltungszentren Ungarns sicherzustellen, die Regionalstrecken zu modernisieren und den Nahverkehr rund um Budapest sowie in den Großstädten auszubauen. Zu den weiteren Schwerpunkten zählen der Ausbau des Güterverkehrs, die Schaffung einer Bahnverbindung zum Flughafen Budapest sowie die Integration staatlicher und städtischer Verkehrssysteme.

Für die Umsetzung des Programms sollen 1,1 Billionen Forint aus den EU-Kohäsionsfonds und 700 Milliarden Forint aus dem Europäischen Wiederaufbaufonds (RRF) bereitgestellt werden. Weitere 400 Mrd. Forint sollen in Form von Darlehen der Europäischen Investitionsbank aufgenommen werden, ein ähnlicher Betrag soll über Konzessionsprojekte bereitgestellt werden. Rund 950 Mrd. Forint werden die Verpflichtungen für Projekte im nächsten EU-Haushaltszyklus 2028–2034 ausmachen.

Die Regierung plant die Anschaffung von mindestens 35 neuen InterCity-Zügen und 42 Nahverkehrszügen sowie den Beginn der Sanierung der zehn verkehrsreichsten Bahnhöfe des Landes. Das Durchschnittsalter der MÁV-Züge und der HÉV-Nahverkehrszüge liegt derzeit bei etwa 43 Jahren, und auf 42 % des Schienennetzes gelten erhebliche Geschwindigkeitsbegrenzungen.

Auf den Hauptstrecken rechnet die Regierung damit, die Durchschnittsgeschwindigkeit auf 100 km/h zu steigern. Einzelne Streckenabschnitte sollen für Züge mit einer Geschwindigkeit von 160–200 km/h ausgebaut werden.

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Der Hochgeschwindigkeitszug Belgrad–Budapest könnte im August oder September in Betrieb genommen werden

Wie der Serbische Ökonom berichtet, soll der Personenverkehr auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Belgrad und Budapest innerhalb der nächsten ein bis zwei Monate aufgenommen werden, erklärte der ungarische Ministerpräsident Péter Magyar auf einer Pressekonferenz am 16. Juli. So könnten die ersten Züge, sofern die neuen Fristen eingehalten werden, im August oder September ihren Betrieb aufnehmen. Ein genaues Datum für die Inbetriebnahme haben die ungarischen Behörden jedoch bislang noch nicht genannt.

In den kommenden Tagen soll der ungarische Minister für Verkehr und Investitionen, David Vitézi, Serbien besuchen. Bei den Gesprächen mit Vertretern der serbischen Regierung soll die Abstimmung der Signalanlagen und der Ausrüstung zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit auf dem grenzüberschreitenden Streckenabschnitt erfolgen.

Die Inbetriebnahme der Personenzüge wurde bereits mehrfach verschoben. Das Hauptproblem war die Zertifizierung des auf dem ungarischen Streckenabschnitt installierten europäischen Zugsicherungssystems ETCS. Bei Prüfungen im Frühjahr wurden Mängel festgestellt, die die Sicherheit der Züge bei Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/h beeinträchtigen könnten.

Der Umbau der Bahnstrecke ist bereits abgeschlossen, und am 27. Februar 2026 wurde auf dem ungarischen Abschnitt der Güterverkehr aufgenommen. Der erste grenzüberschreitende Güterzug fuhr von Budapest über Kelebia und Subotica in Richtung Novi Sad. Der Personenverkehr wurde bis zum Abschluss der Prüfung und Zertifizierung der Signalanlagen verschoben.

Die Hochgeschwindigkeitsstrecke Belgrad–Budapest ist eines der größten gemeinsamen Infrastrukturprojekte Serbiens, Ungarns und Chinas. Nach der vollständigen Inbetriebnahme soll sie die Fahrzeit zwischen den beiden Hauptstädten erheblich verkürzen und die Verkehrsverbindungen Serbiens mit Mitteleuropa stärken.

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In Ungarn wurde eine Untersuchung der Verbindungen des ehemaligen Außenministers Szijjártó zu Russland eingeleitet

Die ungarische Regierung hat eine Untersuchung der Kontakte des ehemaligen Außenministers Péter Szijjártó zu den russischen Behörden eingeleitet, wie Ministerpräsident Péter Magyar am 16. Juli mitteilte.
Seinen Angaben zufolge enthalten die Akten geheime Dokumente des Außenministeriums und anderer Behörden. Bislang ist jedoch nicht bekannt, welche Behörde die Untersuchung durchführt, ob ein Strafverfahren eingeleitet wurde und ob Szijjártó als Verdächtiger gilt.
Auslöser waren Veröffentlichungen, wonach der ehemalige Minister den russischen Außenminister Sergej Lawrow über den Verlauf der Verhandlungen innerhalb der EU informiert haben könnte. Szijjártó wies die Vorwürfe zurück und erklärte, er habe keine geheimen Informationen an Moskau weitergegeben.
Die Untersuchung fiel mit seinem Rückzug aus der Politik zusammen. Am 15. Juli gab Szijjártó bekannt, dass er sein Abgeordnetenmandat niederlegen und eine Führungsposition bei dem chinesischen Unternehmen BYD übernehmen werde. Der Ministerpräsident bezeichnete dies als Interessenkonflikt, da Szijjártó während seiner Amtszeit als Minister an der Gewährung staatlicher Unterstützung für das Unternehmen beteiligt gewesen sei.

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