Wie der Serbische Ökonom berichtet, wird in den Gewässern Montenegros immer häufiger der Silber-Stachelbarsch – Lagocephalus sceleratus – gesichtet, ein giftiger Fisch, der sich allmählich in der Adria ausbreitet.
Diese Art gelangte über den Suezkanal ins Mittelmeer und breitet sich in den letzten Jahren nach Westen aus. Früher waren die Hauptpopulationen vor allem vor den Küsten Griechenlands, der Türkei und Zyperns anzutreffen, doch mittlerweile wird der Fisch regelmäßig auch in der Adria gesichtet, einschließlich der Küste Montenegros.
Für die Region ist dies nicht nur ein ökologisches, sondern auch ein wirtschaftliches Problem. Der Stachelbauch ist gefährlich für Fischer: Seine kräftigen Zähne beschädigen leicht Angelschnüre, Angelgeräte und Netze. Außerdem kann der Fisch einen schmerzhaften Biss verursachen, weshalb Experten empfehlen, ihn nicht mit bloßen Händen anzufassen und nicht zu versuchen, ihn selbst zu zerlegen.
Die größte Gefahr geht nicht vom Biss aus, sondern vom Verzehr des Fisches. Das Gewebe und die inneren Organe des silbernen Stachelbauchs enthalten Tetrodotoxin – ein starkes Gift, das durch gewöhnliche thermische Behandlung nicht abgebaut wird. Daher darf dieser Fisch weder gegessen noch verkauft noch zur Zubereitung von Speisen verwendet werden.
Die Ausbreitung des Stachelbauchs zeigt, wie sich das marine Ökosystem der Adria verändert. Die Erwärmung des Wassers, die Veränderung der Wanderrouten von Meeresarten und die Verbindung des Mittelmeers mit dem Roten Meer über den Suezkanal begünstigen das Auftreten von Arten, die für die Region neu sind.
Für Montenegro, wo die Küste für die Fischerei, den Tourismus und die Gastronomie von großer Bedeutung ist, stellt dies einen neuen Risikofaktor dar. Die Fischer müssen mit Schäden an ihren Fanggeräten und möglichen Fangrückgängen rechnen, während die Tourismusgebiete die Urlauber darüber informieren müssen, dass unbekannte Fische nicht angefasst und schon gar nicht verzehrt werden dürfen.
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