Die Preise für Weizen in der Ukraine werden aufgrund der reduzierten Lieferungen aus der Schwarzmeerregion und des begrenzten Angebots seitens der Produzenten mindestens bis Mitte März weiter steigen, teilte die im Rahmen des Allukrainischen Agrarrats (VAR) gegründete Analysekooperative „Pusk“ mit.
„Aufgrund logistischer Einschränkungen könnten die Exportmengen eines der wichtigsten Konkurrenten der Ukraine um fast die Hälfte zurückgehen. Dementsprechend müssen globale Importeure etwa 1 bis 1,5 Millionen Tonnen Weizen von anderen Lieferanten, insbesondere aus der Ukraine, Rumänien und Frankreich, zukaufen“, so die Analysten.
Experten zufolge besteht auf dem Binnenmarkt ein Ungleichgewicht: Händler schließen aktiv Getreidekontrakte ab, während Landwirte ihre Verkäufe zurückhalten. Dies führt zu einem wöchentlichen Preisanstieg für Weizen um 1–2 Dollar pro Tonne. Ein weiterer Faktor, der die Preise stützt, sind Wetterrisiken und die Gefahr von Winterverlusten durch Frost.
Derzeit liegen die Konditionspreise für Nahrungsweizen (11,5 % Protein) auf CPT-Port-Basis bei 215–220 Dollar pro Tonne. Für Anfang März wird eine Festigung der Preise auf 220–225 Dollar pro Tonne prognostiziert.
Die weitere Preisentwicklung nach Mitte März wird vom Zustand der Winterkulturen und der allgemeinen weltweiten Konjunktur bestimmt werden, fasste „Pusk“ zusammen.