Die Ukraine hat im Zeitraum vom 13. bis 19. April ihre Stromimporte um 21 % auf 114,9 Tausend MWh reduziert, wie das Analysezentrum DIXI Group unter Berufung auf Daten von Energy Map mitteilte.
„Gleichzeitig stiegen die Exporte um mehr als das Vierfache – von 2,2 Tausend MWh auf 10,3 Tausend MWh. Diese Mengen bleiben jedoch gering und entstehen nur zu bestimmten Zeiten mit vorübergehendem Überschuss, ohne die Deckung der Binnennachfrage zu beeinflussen“, hieß es aus dem Zentrum.
Im Laufe der Woche setzte die Russische Föderation ihre Angriffe auf die Energieinfrastruktur fort. Insbesondere am 16. April kam es zu einem erneuten massiven Beschuss des Stromnetzes, dessen Hauptziele Energieanlagen in Kiew und den südlichen Regionen waren.
Gleichzeitig haben die Wetterbedingungen die Lage im Stromnetz teilweise stabilisiert. Der allmähliche Temperaturanstieg und das sonnige Wetter trugen zu einem Rückgang des Stromverbrauchs und einer Steigerung der Erzeugung durch Solarkraftwerke bei, wodurch die von der Russischen Föderation verursachten Verluste teilweise ausgeglichen und großflächige Stromausfälle vermieden werden konnten.
Nach Angaben der DIXI Group gingen die Stromimporte vom 13. bis 19. April in allen Richtungen um 15–27 % zurück. Gleichzeitig blieben die Lieferungen aus der Slowakei die zweite Woche in Folge aus.
Den größten Anteil an den Importen hatte Ungarn mit 61,8 Tausend MWh, was 53,8 % entspricht. Auf Rumänien entfielen 27,8 Tausend MWh (24,2 %), auf Polen – 24,7 Tausend MWh (21,5 %) und auf Moldawien – 0,6 Tausend MWh (0,5 %).
Gleichzeitig blieben die Stromexporte begrenzt und fanden ausschließlich zu bestimmten Zeiten mit Überschüssen statt – vorwiegend in Nacht- und Tageszeiten mit geringerer Auslastung.