Wie der Serbische Ökonom berichtet, findet die Veranstaltung in Porto Montenegro statt, und die Stadtverwaltung bereitet bereits vorübergehende Verkehrsbeschränkungen, Änderungen der Zugangsregelungen und verstärkte Sicherheitsmaßnahmen vor.
Der montenegrinische Präsident Jakov Milatović und der Präsident des Europäischen Rates António Costa haben gemeinsame Einladungen an die Staats- und Regierungschefs der EU-Länder und der westlichen Balkanstaaten verschickt. Der Gipfel soll die europäischen Staats- und Regierungschefs zu einem Zeitpunkt zusammenbringen, zu dem die Erweiterungspolitik wieder einen wichtigen Platz auf der Tagesordnung der Europäischen Union einnimmt.
Zur Teilnahme am Gipfel werden die Länder der Europäischen Union sowie sechs Staaten des Westbalkans erwartet: Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien. Genau diese sechs Volkswirtschaften gehören traditionell zum Format „EU – Westbalkan“, das zur Erörterung der europäischen Integration der Region, von Reformen, Sicherheit, Infrastruktur, Energie und wirtschaftlicher Annäherung an die EU genutzt wird.
Zuvor hatten die lokalen Behörden die Ankunft von mehr als 30 europäischen Delegationen angekündigt, doch die endgültige Zahl könnte höher ausfallen, wenn man Vertreter der EU-Institutionen, der EU-Mitgliedstaaten, der Länder der Region und der Begleitdelegationen mit einbezieht.
Für Montenegro hat die Ausrichtung des Gipfels eine besondere Bedeutung. Milatović bezeichnete ihn als historischen Moment, da das Land zum ersten Mal Gastgeber eines so großen Treffens zwischen der Europäischen Union und den westlichen Balkanstaaten ist.
Tivat wird im Zusammenhang mit dem Forum auf einen Sonderbetriebsmodus umstellen. Am 4. und 5. Juni sind in der Stadt vorübergehende Verkehrsbeschränkungen, verstärkte Sicherheitsmaßnahmen und Änderungen der Zugangsbedingungen im Bereich von Porto Montenegro zu erwarten, wo der Gipfel stattfinden wird. Es kann zu kurzzeitigen Straßensperrungen kommen, vor allem auf der Strecke vom Flughafen Tivat ins Stadtzentrum, sowie zu besonderen Regelungen auf den Straßen Arsenalska und Istarska.
Ein Teil der Parkplätze wird vorübergehend freigegeben, und der Flughafen Tivat passt seinen Betrieb an die Bedingungen des internationalen Forums an. Die Behörden erwägen zudem Änderungen im Schulbetrieb am 4. und 5. Juni und bereiten für Einwohner und Gäste der Stadt ein Kulturprogramm an der Stadtpromenade am 4. Juni vor.
Das zentrale politische Thema des Gipfels ist die europäische Perspektive der westlichen Balkanstaaten. Vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine, der Verschärfung des geopolitischen Wettbewerbs und des Bestrebens der EU, die Erweiterung zu beschleunigen, steht die Region erneut im Fokus Brüssels. Montenegro und Albanien gelten als die am weitesten fortgeschrittenen Kandidaten für einen EU-Beitritt, während Serbien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo und Nordmazedonien mit komplexeren politischen und institutionellen Dynamiken konfrontiert sind.
Für die Wirtschaft der Region ist der Gipfel nicht nur als politisches Treffen von Bedeutung. Es wird erwartet, dass Infrastrukturverbindungen, der Zugang zu europäischen Fonds, Energiesicherheit, ein gemeinsamer regionaler Markt, Verkehrskorridore und Investitionen im Mittelpunkt stehen werden.
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