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Die Hälfte der Wohnungen in Montenegro wird nicht als Dauerwohnsitz genutzt

12 Juni , 2026  

Wie der Serbische Ökonom berichtet, wächst in Montenegro der Wohnungsbestand rasant, nicht jedoch die Bevölkerung. Nach Angaben der UNECE gab es laut der Volkszählung von 2023 im Land 392.900 Wohneinheiten – 78.200 mehr als im Jahr 2011.

Innerhalb von 12 Jahren stieg die Zahl der Wohnungen und Häuser um etwa 26 %, während die Bevölkerung unverändert blieb und etwa 624.000 Menschen umfasst.

Infolgedessen kommen auf 1.000 Einwohner Montenegros bereits 627 Wohnungen und Häuser. Das liegt etwa 21 % über dem EU-Durchschnitt.

Das Hauptproblem ist, dass nur 54 % der Wohnungen für den dauerhaften Wohnsitz genutzt werden. Etwa 46 % der Objekte stehen leer, werden saisonal genutzt, als Ferienwohnungen oder zur touristischen Vermietung.

An der Küste hängt dies mit dem Tourismus, ausländischen Käufern und der Kurzzeitvermietung zusammen. Im Norden des Landes gibt es einen anderen Grund – die Abwanderung der Bevölkerung und die Entvölkerung.

Ein anschauliches Beispiel ist Žabljak: Dort ist die Zahl der Wohnungen um mehr als 30 % gestiegen, obwohl die Bevölkerung um etwa 18 % geschrumpft ist.

Für Montenegro wird dies zu einem strukturellen Problem. Immobilien und Tourismus bringen schnelle Einnahmen, lösen aber nicht das Problem des bezahlbaren Wohnraums für die Einheimischen. In Budva, Kotor, Tivat und Bar gibt es formal gesehen viele Wohnungen, aber es wird immer teurer, dort dauerhaft zu leben.

Die wichtigste Schlussfolgerung: Montenegro steht vor dem Paradoxon der Tourismuswirtschaft – es gibt immer mehr Wohnungen und Häuser, aber bezahlbarer Wohnraum für die ständigen Einwohner könnte immer knapper werden.

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