Die Wirtschaft Montenegros wird in den Jahren 2027–2031 durchschnittliche jährliche Wachstumsraten von rund 3 % aufweisen, heißt es in der aktualisierten Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF).
Nach Angaben des Telegram-Kanals „Serbischer Ökonom“ werden diese Wachstumsraten sowohl über den Durchschnittswerten der Länder der Europäischen Union als auch der Staaten der Eurozone liegen, wo im betrachteten Zeitraum ein moderateres Wirtschaftswachstum erwartet wird.
Experten weisen darauf hin, dass Montenegro seine Position als eine der sich am dynamischsten entwickelnden Volkswirtschaften Europas behauptet, bislang jedoch nicht zu den führenden Ländern der Region hinsichtlich der Wachstumsraten gehört. Ihrer Meinung nach muss das Land zur Beschleunigung der wirtschaftlichen Entwicklung und zur Verringerung des Abstands zu den am weitesten entwickelten EU-Ländern das Investitionsvolumen im Produktionssektor, in digitale Technologien, Innovationen und andere Branchen mit hoher Wertschöpfung erhöhen.
Derzeit bleiben Tourismus, Bauwirtschaft und Dienstleistungssektor die wichtigsten Wachstumstreiber der montenegrinischen Wirtschaft. Die Diversifizierung der Wirtschaft und die Entwicklung der Industrieproduktion werden jedoch als zentrale Voraussetzungen für die Gewährleistung eines nachhaltigen langfristigen Wachstums und die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit des Landes angesehen.