Die Werchowna Rada hat den Vorstandsvorsitzenden der NAK „Naftogaz der Ukraine“, Serhij Koretskyj, zum Ministerpräsidenten der Ukraine ernannt.
Für seine Kandidatur, die von Präsident Wolodymyr Selenskyj vorgeschlagen worden war, stimmten am Donnerstag bei der Parlamentssitzung 289 Abgeordnete.
Als Ministerpräsident trat Koretsky die Nachfolge der ehemaligen ukrainischen Regierungschefin Julia Svyrydenko an, die dieses Amt seit dem 17. Juli 2025 genau ein Jahr lang innegehabt hatte.
Koretskyj wurde am 14. März 1978 in Luzk geboren. Er absolvierte sein Studium an der Technischen Universität Luzk in den Fachrichtungen „Maschinenbau“ und „Betriebswirtschaft“ sowie an der Nationalen Technischen Universität für Öl und Gas in Iwano-Frankiwsk im Fach „Öl- und Gasförderung“.
Er durchlief den Werdegang vom Junior-Analysten der Unternehmensgruppe „Kontinuum“ (seit 1999) bis zum Geschäftsführer der Firma „Kontinuum“ (seit 2007).
Von 2013 bis Ende 2018 baute er als CEO das Geschäft des Tankstellennetzes WOG aus.
Danach begann er mit der Umsetzung eigener Projekte. Er war Mitbegründer und Vorstandsvorsitzender des Energiehändlers Centurion Group SA (Schweiz).
Seit dem 9. November 2022 bekleidete er das Amt des Direktors der PJSC „Ukrnafta“ und der PJSC „Ukrtatnafta“. Seit dem 14. Mai 2025 ist er Vorstandsvorsitzender der NAK „Naftogaz Ukrainy“.
Nach Angaben der Bewegung „Chesno“ war er in den Jahren 2002–2006 und 2012–2014 ehrenamtlicher Assistent des Abgeordneten der Werchowna Rada der IV. und VII. Legislaturperiode, Igor Jeremejew.
Im Jahr 2006 kandidierte er für den Wolyn-Regionalrat der 5. Legislaturperiode für den Volksblock Litvins sowie für die Werchowna Rada der 5. Legislaturperiode für denselben Block.
Von 2007 bis 2012 war er ehrenamtlicher Assistent der Abgeordneten der Werchowna Rada der VI. Legislaturperiode, Kateryna Waschuk, die für den Lytwyna-Block gewählt worden war.
Koretskyi gab für das Jahr 2025 Einkünfte in Höhe von 32,3 Mio. UAH an, sowie Grundstücke mit einer Gesamtfläche von 261,6 Tausend Quadratmetern in der Oblast Donezk und sechs Uhren der Marken Rolex, Patek Philippe, Breguet, OPUS und Ulysse Nardin u. a.