Kasachstan und Usbekistan planen, gemeinsam neue Exportmärkte im Nahen Osten zu erschließen. Eine entsprechende Vereinbarung wurde im Rahmen des kasachisch-usbekischen Wirtschaftsforums getroffen, das am 5. August in Taschkent stattfand.
Im Rahmen dieser Initiative beabsichtigen Wirtschaftsdelegationen beider Länder, Ende September Aleppo und Anfang Oktober Erbil zu besuchen. In Syrien ist die Durchführung eines trilateralen Wirtschaftsforums unter Beteiligung von Unternehmen aus Usbekistan, Kasachstan und Syrien geplant. Die usbekische Seite könnte durch 20 bis 30 Unternehmen vertreten sein.
Von besonderem Interesse ist der syrische Markt, auf dem im Zuge des Wiederaufbaus des Landes die Nachfrage nach Baumaterialien, Lebensmitteln, Sonnenblumenöl und Fleischprodukten steigt.
Im Irak wurden die Lieferung von Süßwaren, Porzellanfliesen, Haushaltschemikalien und Polyethylengranulat als vielversprechende Bereiche genannt.
Der gemeinsame Eintritt in Märkte von Drittländern wird es ermöglichen:
· die Exportregionen Kasachstans und Usbekistans zu erweitern;
· die Produktions- und Exportkapazitäten beider Länder zu bündeln;
· die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen auszubauen;
· gemeinsame Logistikrouten zu nutzen;
· neue ausländische Partner zu gewinnen.
Die Initiative spiegelt einen neuen Ansatz für die wirtschaftliche Partnerschaft beider Länder wider – weg von der Entwicklung des gegenseitigen Handels hin zur gemeinsamen Erschließung von Märkten in Drittländern. Usbekistan und Kasachstan halten zudem an ihrem Ziel fest, den bilateralen Warenumsatz auf 10 Mrd. US-Dollar zu steigern.