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In Niš ist der Bau eines staatlichen Rechenzentrums im Wert von 50 Millionen Euro geplant

27 August , 2026  

Wie der Serbische Ökonom berichtet, haben die Behörden der serbischen Stadt Niš einen weiteren Schritt zum Bau eines neuen staatlichen Rechenzentrums im Wert von 50 Millionen Euro unternommen: Der Stadtrat hat die Übertragung eines 37.400 Quadratmeter großen Grundstücks in der Nähe von Niška Banja an die Republik Serbien genehmigt.

Gemäß dem Beschluss des Stadtrats soll das unbebaute Grundstück mit einer Fläche von 3,74 Hektar unentgeltlich an den Staat übertragen werden. Die endgültige Entscheidung muss die Stadtversammlung von Niš treffen. Das Grundstück befindet sich in der Nähe des IMI-Industriekomplexes in Richtung Niška Banja.

Die vorläufigen Kosten des Projekts werden auf etwa 50 Millionen Euro geschätzt. Die genauen technischen Parameter des künftigen Rechenzentrums wurden bislang noch nicht endgültig veröffentlicht, jedoch war zuvor von einer Leistung von mehreren Dutzend Megawatt die Rede und davon, dass die Anlage nicht nur zur Speicherung staatlicher Daten, sondern auch als Bestandteil einer umfassenderen digitalen Infrastruktur im Süden Serbiens genutzt werden soll.

Als eine der interessantesten Besonderheiten des Projekts wurde zuvor die Möglichkeit genannt, die von den Serveranlagen abgegebene Wärme für das Fernwärmesystem von Niš zu nutzen. Die Behörden sprachen von einer potenziellen Wärmeversorgung für bis zu 8.000 Wohnungen.

Für Niš ist das Projekt von strategischer Bedeutung. Die Stadt ist das wichtigste Wirtschafts- und Verkehrszentrum Südserbiens, liegt an den Verkehrsachsen nach Nordmazedonien und Bulgarien und verfügt bereits über eine Universität, einen Wissenschafts- und Technologiepark sowie einen bedeutenden Cluster der Elektronik- und IT-Industrie.

Die Ansiedlung des staatlichen Rechenzentrums in Niš wird zudem eine geografische Verteilung der kritischen digitalen Infrastruktur des Landes ermöglichen. Derzeit ist das Rechenzentrum in Kragujevac der wichtigste staatliche Knotenpunkt.

Im April 2026 wurden im staatlichen Rechenzentrum in Kragujevac neue Module mit einer Leistung von 8 MW in Betrieb genommen, wodurch die Gesamtleistung des Komplexes 14 MW erreichte. Dort wurde zudem ein neuer Supercomputer auf Basis von NVIDIA-Grafikprozessoren in Betrieb genommen.

https://t.me/relocationrs/3546

 

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