Wie Fixygen berichtet, prüfen US-Banken, die noch vor kurzem vor der Gefahr von Stablecoins für das Einlagensystem gewarnt hatten, nun selbst die Möglichkeit der Ausgabe digitaler Dollar.
JPMorgan betrachtet Stablecoins als Ergänzung zu seinem bestehenden System tokenisierter Bankeinlagen, dem JPM Coin, berichtet das Wall Street Journal.
Gleichzeitig diskutieren mehr als ein Dutzend Banken über eine gemeinsame Infrastruktur für die Ausgabe digitaler Währungen. Zu den Teilnehmern zählen unter anderem die Bank of America und Wells Fargo.
Der Grund ist einfach: Wenn ein Teil der Zahlungen und Unternehmensabwicklungen auf USDT, USDC und andere Blockchain-Instrumente umgestellt wird, laufen traditionelle Banken Gefahr, einen Teil ihrer Einlagen und ihres Provisionsgeschäfts zu verlieren.
Deshalb versuchen sie, eine eigene Alternative anzubieten.
Tatsächlich bilden sich derzeit drei konkurrierende Modelle heraus: private Stablecoins wie USDT und USDC, bankeneigene Stablecoins und tokenisierte Einlagen sowie künftige digitale Währungen der Zentralbanken.
Der Gewinner dieses Wettstreits könnte einen bedeutenden Anteil am neuen Markt für rund um die Uhr verfügbare internationale Zahlungen und Abrechnungen mit tokenisierten Vermögenswerten erhalten.