Business news from Ukraine

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Die Immobilienpreise in Tschechien steigen seit 2021 so schnell wie nie zuvor – Homium

2 September , 2026  

Die Preise für Wohnimmobilien in Tschechien stiegen im ersten Quartal 2026 im Jahresvergleich um 10,06 %; inflationsbereinigt betrug der reale Anstieg 8,33 %, was den höchsten Wert seit dem Immobilienboom von 2021 darstellt, wie aus Daten des Tschechischen Statistikamtes hervorgeht, die vom Global Property Guide analysiert wurden.

Nach Angaben der größten Agentur für Auslandsimmobilien in der Ukraine, der Firma Homium, hat sich der Nominalwert von Wohnimmobilien in Tschechien innerhalb von 11 Jahren mehr als um das 2,5-Fache erhöht und liegt nun um 18 % über dem vorherigen zyklischen Höchststand aus dem dritten Quartal 2022.

Dabei hat sich die Entwicklung auf dem Erst- und Sekundärmarkt nahezu angeglichen. Neue Wohnungen verteuerten sich im Jahresvergleich um 10,01 %, der bestehende Wohnungsbestand um 10,07 %.

Wie das Unternehmen Homium, das unter anderem mit Immobilien in Tschechien handelt, feststellt, wird der Preisanstieg durch eine Kombination aus begrenztem Angebot an Neubauwohnungen und einer Erholung der Nachfrage nach Hypotheken gestützt. Das Unternehmen verzeichnet zudem ein besonders hohes Interesse an Prag und Brünn, wo die Angebotslücke am ausgeprägtesten ist.

„Der tschechische Markt ist derzeit insofern interessant, als er nach der Korrektur in den Jahren 2022–2023 recht schnell wieder zu Wachstum zurückgekehrt ist. Dabei reagieren Käufer preisbewusster, weshalb sich die Nachfrage allmählich in Richtung kleiner Wohnungen in Prag, der Randbezirke und Bestandsimmobilien verlagert. Für den Investitionskäufer gewinnt nicht nur das potenzielle Wertwachstum der Immobilie, sondern auch ihre Liquidität auf dem Mietmarkt zunehmend an Bedeutung“, kommentierte man bei Homium die Situation.

Nach Angaben von Homium wurden im Mai und Juni 2026 Einzimmerwohnungen und Wohnungen im 1+kk-Format im Zentrum von Prag für etwa 248.000–414.000 Euro, in den Randbezirken der Hauptstadt für 186.000–269.000 Euro und in Brünn für 145.000–207.000 Euro angeboten. Bei Wohnungen im 2+kk-Format lag die Preisspanne entsprechend bei 331.000 bis 580.000 Euro, 248.000 bis 373.000 Euro bzw. 207.000 bis 331.000 Euro.

Prag bleibt der teuerste Markt des Landes. Nach Angaben des Global Property Guide lag der Durchschnittspreis für eine Wohnung in der Hauptstadt im Jahr 2025 bei etwa 5,44 Tausend Euro pro m², was den tschechischen Durchschnittspreis von etwa 3 Tausend Euro pro m² um rund 82 % überstieg. Auf dem Prager Markt für Neubauten lag der durchschnittliche Angebotspreis bei etwa 7.310 Euro pro Quadratmeter, im teuersten Stadtteil Praha 1 sogar bei etwa 10.850 Euro pro Quadratmeter.

Der Bestandswohnungsbestand bleibt weiterhin erschwinglicher. Der Durchschnittspreis für Wohnungen in Plattenbauten wird auf etwa 2.940 Euro pro Quadratmeter geschätzt, während neue Wohnungen von Bauträgern im Durchschnitt fast doppelt so teuer sind – etwa 5.800 Euro pro Quadratmeter.

Der rasante Preisanstieg ist bereits zu einem Faktor der Geldpolitik des Landes geworden. Die Tschechische Nationalbank hob am 18. Juni 2026 den zweiwöchigen Repo-Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 3,75 % an. Die Aufsichtsbehörde verweist auf den anhaltenden Inflationsdruck, unter anderem durch die Kosten für Wohnraum und Dienstleistungen.

Darüber hinaus beschloss die Tschechische Nationalbank im Juni, den antizyklischen Kapitalpuffer für Banken ab Juli 2027 von 1,25 % auf 1,5 % anzuheben, und begründete diese Entscheidung mit der aktiven Kreditvergabe, dem Anstieg der Verschuldung von privaten Haushalten und Unternehmen sowie dem weiteren Anstieg der Wohnungspreise.

Die durchschnittliche Bruttorendite aus der langfristigen Vermietung von Wohnraum in Tschechien lag im zweiten Quartal 2026 bei 3,39 % p. a. Im teuersten Stadtteil Praha 1 lag die Rendite einzelner Wohnungen etwa im Bereich von 2,3 bis 3,3 %, während sie in erschwinglicheren Stadtteilen Prags bis zu 4 % erreichen konnte.

Bei Homium geht man davon aus, dass mittelfristig das begrenzte Bautempo, die Kosten der Hypothekenfinanzierung und die anhaltende Nachfrage nach Wohnraum in den größten Städten die wichtigsten Marktfaktoren bleiben werden. Nach dem starken Anstieg der letzten Quartale sollten Investoren die Rendite eines konkreten Objekts jedoch genauer prüfen, da die Kaufpreise in Prag schneller steigen als die potenziellen Mietrenditen.

Homium ist seit über 10 Jahren auf dem Markt für Auslandsimmobilien tätig und bietet Objekte in Tschechien, Spanien, der Türkei, Griechenland, Montenegro, Bulgarien, Kroatien, Polen und einer Reihe weiterer Länder an. In Tschechien konzentriert sich der Großteil der vom Unternehmen angebotenen Objekte auf Prag und Karlsbad.

Die Preisdaten stammen ursprünglich vom Tschechischen Statistikamt; die Marktanalyse wurde vom Global Property Guide veröffentlicht und im August 2026 aktualisiert.

Quelle:

Global Property Guide – https://www.globalpropertyguide.com/europe/czech-republic/price-history

Homium – https://homium.ua/czech-republic/

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