Wie Fixygen berichtet, schließt der Kryptowährungsmarkt die Woche vom 14. bis 18. September nach starken Schwankungen mit einer moderaten Erholung ab: Bitcoin kehrte auf ein Niveau von rund 78.000 Dollar zurück, Ethereum hält sich über 2.500 Dollar, obwohl US-Spot-ETFs einen Netto-Kapitalabfluss verzeichneten und die US-Notenbank zum ersten Mal seit mehr als drei Jahren den Leitzins angehoben hat.
Nach Angaben von CoinGecko vom 18. September wird Bitcoin bei etwa 78.100 US-Dollar gehandelt, Ethereum bei 2.510 US-Dollar, BNB bei etwa 750 US-Dollar und XRP bei etwa 1,33 US-Dollar. Die Gesamtmarktkapitalisierung des Kryptowährungsmarktes beträgt rund 2,77 Billionen US-Dollar, das tägliche Handelsvolumen liegt bei etwa 93 Milliarden US-Dollar. In den letzten sieben Tagen stieg der Kurs von Bitcoin um etwa 1 %, der von Ethereum um 1,2 %, der von BNB um mehr als 5 % und der von XRP um etwa 1,5 %.
Der Wochenbeginn verlief deutlich nervöser. Am 14. September wurde Bitcoin bei rund 78.200 $ gehandelt, fiel jedoch bereits am 15. September auf etwa 75.600 $. Am nächsten Tag bewegten sich die Kurse weiterhin um die 76.100 $, woraufhin sich der Markt bis Freitag wieder erholte.
Einer der Hauptfaktoren für den Druck war die Entscheidung der US-Notenbank (Federal Reserve). Am 16. September hob die Fed einstimmig den Zielkorridor für den Leitzins um 25 Basispunkte auf 3,75–4 % an. Die US-Notenbank begründete die Entscheidung mit der nach wie vor hohen Inflation. Dies war die erste Zinserhöhung der Fed seit 2023.
Ein weiterer Unsicherheitsfaktor für die Kryptoindustrie war die Abstimmung im US-Senat über den Gesetzentwurf H.R.3633, bekannt als CLARITY Act, der ein umfassendes Regulierungssystem für den Markt für digitale Vermögenswerte schaffen und die Zuständigkeiten der SEC und der CFTC abgrenzen soll. Am 15. September endete die Verfahrensabstimmung über die Aufnahme des Gesetzentwurfs in die Beratung mit 49 Stimmen „dafür“ und 50 „dagegen“, während für die Verabschiedung drei Fünftel der Senatorenstimmen erforderlich gewesen wären.
Vor diesem Hintergrund blieben die institutionellen Zuflüsse in Kryptowährungs-ETFs während des größten Teils der Woche negativ. Nach Angaben von Farside Investors verzeichneten die US-amerikanischen Bitcoin-Spot-ETFs in den vier Handelssitzungen vom 14. bis 17. September einen kumulierten Nettoabfluss von rund 427 Mio. $. Nach einem Zufluss von 159,9 Mio. $ am Montag zogen die Anleger am Dienstag 450,4 Mio. $ und am Mittwoch 295,9 Mio. $ ab. Am Donnerstag kehrte sich der Trend um – der Nettozufluss belief sich auf 159,5 Mio. US-Dollar. Die Daten für Freitag lagen zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Überblicks noch nicht vor.
Noch schwächer war die Entwicklung der Ethereum-ETFs. Im gleichen Zeitraum belief sich der Nettoabfluss aus den US-amerikanischen Ethereum-Spotfonds auf etwa 284 Mio. $. Am Montag verzeichneten die Fonds Zuflüsse in Höhe von 121,1 Mio. $, verloren jedoch in den folgenden drei Handelstagen 142 Mio. $, 224,1 Mio. $ bzw. 39,3 Mio. $.
Gleichzeitig erhielt die Kryptoindustrie Ende der Woche ein positives regulatorisches Signal von der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC. Am 17. September führte die SEC die sogenannte „Innovation Exemption“ ein – eine befristete Regelung mit einer Laufzeit von fünf Jahren, die es unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt, den Handel mit tokenisierten Aktien US-amerikanischer Unternehmen über Blockchain-Infrastrukturen und genehmigte AMM-Pools zu organisieren. Die SEC betonte, dass tokenisierte Aktien ihren Inhabern dieselben Rechte einräumen müssen wie die entsprechenden traditionellen Wertpapiere.
Die Nachricht stützte Unternehmen aus dem Bereich der digitalen Vermögenswerte und trug zur Erholung der Stimmung zum Ende der Woche bei. Im Handel am Freitag legten die Aktien von Coinbase um mehr als 3 %, die von Strategy um etwa 4 % und die von Robinhood um 3,5 % zu, während Bitcoin erneut in den Bereich von 78.000 US-Dollar stieg.
Gleichzeitig bleibt das globale makroökonomische Umfeld für risikoreiche Anlagen schwierig. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen lag in dieser Woche über 5 %, und der Brent-Preis hielt sich vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen und Risiken für die Energieversorgung über 100 US-Dollar pro Barrel. Hohe Ölpreise verstärken die Inflationsrisiken und könnten eine strengere Geldpolitik der Zentralbanken begünstigen, was traditionell die Nachfrage nach Krypto-Anlagen dämpft.
Nach Einschätzung von Fixygen war daher das wichtigste Ergebnis der Woche die Widerstandsfähigkeit der größten Kryptowährungen gegenüber der gleichzeitigen Verschlechterung des geldpolitischen und regulatorischen Umfelds. Bitcoin schloss die vergangene Woche bei rund 77.100 US-Dollar ab und liegt zum Stand vom 18. September über 78.000 US-Dollar, während die Gesamtmarktkapitalisierung des Kryptomarktes von etwa 2,73 Billionen US-Dollar auf 2,77 Billionen US-Dollar gestiegen ist.
Gleichzeitig deuten die negativen Mittelabflüsse bei den ETFs darauf hin, dass die Erholung bislang nicht mit einer stabilen Rückkehr von großem institutionellem Kapital einhergeht. Für den Markt werden in der kommenden Woche die Erwartungen hinsichtlich der weiteren Schritte der Fed, die Entwicklung der US-Anleihen und des Ölpreises, die Mittelzuflüsse in Kryptowährungs-ETFs sowie der weitere Verlauf der Gesetzgebung zur Struktur des US-Kryptomarktes weiterhin von entscheidender Bedeutung sein.
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