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Auf dem Erstmarkt für Wohnraum in Kiew sind Wohnungen mit europäischem Grundriss zum neuen Standard der Nachfrage geworden – Studie

27 April , 2026  

Auf dem Erstmarkt für Wohnraum in Kiew sind Wohnungen mit europäischem Grundriss im Jahr 2026 faktisch zum neuen Standard der Nachfrage geworden. Laut einer analytischen Studie des Bauträgers „Intergal-Bud“ beträgt ihr Anteil an der Nachfragestruktur je nach Segment 60–70 %, in einzelnen Projekten der Komfort+- und Business-Klasse sogar bereits über 75 %.

Wie das Unternehmen feststellt, hat sich der bereits 2022 einsetzende Trend in den Jahren 2025–2026 endgültig etabliert. Während der Anteil der Nachfrage nach Wohnungen mit europäischer Raumaufteilung im Jahr 2022 bei etwa 38 % und im Jahr 2024 bei 52 % lag, stieg er im Jahr 2025 auf über 60 % und wuchs im ersten Quartal 2026 weiter an.

Ein weiterer Wachstumsfaktor waren die Änderungen im staatlichen Programm „єОселя“, die im Februar 2026 in Kraft traten. Die neuen Flächenstandards sehen 52,5 m² für eine Familie mit 1–2 Personen sowie 21 m² für jedes weitere Familienmitglied vor, wobei die maximale Wohnfläche, die unter die Bedingungen des Programms fällt, erheblich begrenzt ist. Überschreitet die Wohnung die festgelegte Norm um mehr als 10 %, verliert der Käufer faktisch die Möglichkeit, die vergünstigten Kredite in Anspruch zu nehmen, oder ist gezwungen, die erhebliche Preisdifferenz selbst zu tragen.

„Klassische Grundrisse mit langen Fluren, großen unproduktiven Bereichen und kleinen, isolierten Küchen werden wirtschaftlich unrentabel. Heute bewertet der Käufer nicht die Anzahl der Quadratmeter, sondern das Lebensszenario, das die Wohnung bietet. Eine geräumige Wohnküche, separate Schlafzimmer, möglichst wenige Flure und eine durchdachte Raumaufteilung sind kein zusätzlicher Vorteil mehr, sondern eine Grundvoraussetzung. „Dies macht sich besonders bei Familien bemerkbar, die eine Wohnung zum Eigenbedarf und nicht als Kapitalanlage kaufen“, zitiert die Studie die kaufmännische Leiterin von „Intergal-Bud“, Elena Ryzhova.

Nach Angaben des Unternehmens entscheidet sich in der größten Käufergruppe von Erstwohnungen – Menschen unter 40 Jahren – jeder Zweite für Ein- oder Zweizimmerwohnungen mit Euro-Grundrissen und einer Fläche von 38 bis 60 Quadratmetern. Das Hauptmotiv ist der Kauf einer Wohnung zum Eigenbedarf. Käufer über 40 entscheiden sich häufiger für Zweizimmer- oder ergonomisch gestaltete Dreizimmerwohnungen mit einer Fläche von 65 bis 85 Quadratmetern, wobei Privatsphäre, separate Funktionsbereiche und Komfort für die ganze Familie die entscheidenden Faktoren bleiben.

Bei „Intergal-Bud“ schätzt man, dass ein europäischer Grundriss bei gleicher Fläche 15–20 % mehr Nutzfläche bietet als herkömmliche Lösungen, und der Raumausnutzungsgrad liegt bei über 85 % gegenüber 65–70 % im alten Wohnungsbestand. Dies bedeutet auch geringere Kosten für Renovierung, Heizung und Instandhaltung.

Dabei kann das Angebot der Nachfrage noch nicht gerecht werden. Nach Einschätzung der Analysten des Unternehmens entspricht nur jede siebte Wohnung in Neubauten vollständig den Kriterien einer vollwertigen Euro-Raumaufteilung – geräumige Wohnküche, separate Schlafzimmer, keine „toten“ Flure und eine logische funktionale Zoneneinteilung.

Das Unternehmen geht davon aus, dass Wohnungen mit überflüssigen Quadratmetern und veralteter Raumaufteilung bereits aus der aktiven Nachfrage gefallen sind, während sich kompakte und funktionale Euro-Grundrisse selbst unter schwierigen Marktbedingungen weiterhin schnell verkaufen.

Nach Einschätzung von „Intergal-Bud“ könnte der Markt in den Jahren 2026–2027 mit einem Mangel an fertiggestelltem Qualitätswohnraum konfrontiert sein, und zwar gerade im Segment der funktionalen Wohnungen der Komfortklasse, die der neuen Nachfragestruktur am besten entsprechen. Als wichtigste Markttreiber nennt das Unternehmen die aktualisierten Bedingungen des Programms „єОселя“, die begrenzte Anzahl neuer Projekte, den Anstieg der Baukosten und die aufgestaute Nachfrage.

„Intergal-Bud“ ist eines der größten Bauträgerunternehmen der Ukraine und seit 2003 auf dem Wohnimmobilienmarkt tätig. Das Unternehmen realisiert Projekte in Kiew, Lemberg, Tscherniwzi, Schytomyr, Riwne, Uschhorod und anderen Städten. Das Portfolio des Bauträgers umfasst Dutzende von Wohnkomplexen, wobei der Schwerpunkt weiterhin auf dem Bau von Wohnungen der Komfort-, Komfort+- und Business-Klasse liegt.

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