Der Export von Getreide per Bahn in Richtung Seehäfen bleibt stabil und macht 91 % der gesamten Bahnlieferungen von Agrarprodukten aus, teilten Analysten von Spike Brokers mit.
Nach den Daten der Überwachung im Februar wurden 1,368 Millionen Tonnen Getreide in Richtung Häfen transportiert, was einem Anstieg von 0,8 % gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres entspricht. Die größte positive Dynamik zeigt der TIS-Terminal im Hafen „Chornomorsk“ (+54 %), während in den Donauhäfen, insbesondere in Izmail, ein deutlicher Rückgang der Transportmengen (-60 %) zu verzeichnen ist. Derzeit sind mehr als 11.000 Waggons mit Getreide in Richtung der Häfen von Odessa unterwegs, und die durchschnittliche tägliche Auslastung des Netzes in dieser Richtung stieg auf 1.172 Waggons pro Tag.
„Der westliche Korridor wurde im Februar faktisch zum Hauptkanal für den Export von Öl per Schiene, und der Anteil der Grenze in diesem Segment stieg auf 66 %“, so die Analysten.
Gleichzeitig belief sich der Export von Agrarprodukten per Lkw im Februar auf 185.000 Tonnen. Geografisch dominiert die Richtung Polen (etwa 50 % des Verkehrsaufkommens), wo täglich 4.000 bis 5.300 Tonnen Fracht abgefertigt werden.
Strukturell ist der Autokanal auf Produkte mit Mehrwert ausgerichtet: In den ersten 19 Tagen des Monats wurden 15,6 Tausend Tonnen Geflügelfleisch sowie erhebliche Mengen an Backwaren (6,4 Tausend Tonnen) und Süßwaren (4,5 Tausend Tonnen) exportiert.
Im Segment des Schienentransports von Öl ist eine grundlegende Umorientierung auf Landtransporte zu beobachten: Der Export über die Grenze stieg um 112 % auf 56,9 Tausend Tonnen. Der größte Zuwachs wurde an den Übergängen Chop (+410 %) und Mostyska II (+310 %) verzeichnet. Der Seetransport von Öl per Bahn ging hingegen um 36 % (auf 29,1 Tausend Tonnen) zurück, und der Anteil der Häfen in diesem Segment sank auf 34 %.
Ein ähnlicher Trend ist auch bei Schrot zu beobachten, wo 75 % des Volumens (113,6 Tausend Tonnen) über Landgrenzen transportiert werden, fasste Spike Brokers zusammen.