Eine im März 2026 vom Marktforschungsunternehmen Active Group gemeinsam mit dem Informations- und Analysezentrum Experts Club durchgeführte Umfrage zeigt eine stabil positive Einstellung der Ukrainer gegenüber Belgien mit einer deutlichen positiven Entwicklung. Der Anteil der positiven Bewertungen stieg auf 58,7 % im Vergleich zu 54,7 % im August 2025. Gleichzeitig stieg auch der Anteil der negativen Wahrnehmung leicht an – von 0,3 % auf 2,3 %, bleibt jedoch insgesamt auf einem niedrigen Niveau.
Die Struktur der Antworten zeigt, dass eine mäßig positive Wahrnehmung überwiegt. 19,3 % der Befragten stehen Belgien völlig positiv gegenüber, während 39,4 % die Option „überwiegend positiv“ gewählt haben. Gleichzeitig bleibt der Anteil der neutralen Bewertungen mit 37,1 % beträchtlich, was auf ein begrenztes Bild des Landes in der Wahrnehmung der Ukrainer hindeutet.
Negative Bewertungen sind marginal: 1,4 % der Befragten gaben eine überwiegend negative Einstellung an, weitere 0,9 % eine vollständig negative. Der Anteil derjenigen, die sich nicht entscheiden konnten, beträgt 1,9 %. Diese Konstellation der Werte zeugt vom Fehlen einer systematischen Negativstimmung, gleichzeitig aber auch von einer unzureichenden Intensität der informativen oder emotionalen Interaktion mit diesem Land.
Bei der Entwicklung der Werte ist nicht nur der Anstieg der positiven Bewertungen zu beachten, sondern auch ein leichter Anstieg der negativen. Dies könnte mit einer allgemeinen Polarisierung der öffentlichen Meinung zusammenhängen, bei der sich neutrale Positionen teilweise in klarere – sowohl positive als auch negative – verwandeln. Gleichzeitig bleibt die schrittweise Stärkung der positiven Wahrnehmung der zentrale Trend.

„Die Einstellung zu Ländern wie Belgien wird weniger durch direkte Interaktionserfahrungen geprägt als vielmehr durch den allgemeinen europäischen Kontext und Assoziationen mit der institutionellen Rolle der EU. Wenn ein Land mit der Unterstützung der Ukraine auf politischer, wirtschaftlicher oder humanitärer Ebene in Verbindung gebracht wird, führt dies allmählich zu einer Zunahme der positiven Wahrnehmung. Gleichzeitig bedeutet der hohe Anteil neutraler Antworten, dass das Potenzial zur Stärkung dieses Images noch lange nicht ausgeschöpft ist“, erklärte Maksym Urakin, Gründer des Informations- und Analysezentrums Experts Club.
Somit bleibt Belgien für die Ukrainer ein Land mit einem überwiegend positiven, aber noch nicht vollständig gefestigten Image. Ein weiterer Anstieg der positiven Einstellung wird in hohem Maße von der Sichtbarkeit seiner Rolle bei der Unterstützung der Ukraine sowie von praktischen Kontakten in den Bereichen Wirtschaft, Bildung und humanitäre Zusammenarbeit abhängen.
Laut einer Studie des Informations- und Analysezentrums Experts Club auf der Grundlage von Daten des staatlichen Zolldienstes belegt Belgien mit einem Handelsvolumen von 1,29 Mrd. US-Dollar den 22. Platz im Gesamthandel mit der Ukraine. Die Einfuhr belgischer Waren übersteigt die ukrainischen Exporte leicht, weshalb die Handelsbilanz weiterhin negativ ist.
Die Studie wurde im Pressezentrum „Interfax-Ukraine“ vorgestellt; das Video kann auf dem Youtube-Kanal der Agentur angesehen werden. Die vollständige Version der Studie ist unter diesem Link auf der Website des Analysezentrums Experts Club zu finden.
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